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Hilden
Firmen suchen Talente im Schnellverfahren

Azubi-Speed-Dating In Hilden
Hilden. 300 Schüler waren beim "Speed-Dating" in der Stadthalle dabei: Die IHK hatte eingeladen. Viele Arbeitgeber zeigten sich begeistert - und luden den Nachwuchs zum Test. Von Tina Virnich

300 Schüler hatten gestern die Chance 32 Unternehmen von sich zu überzeugen und einen der 150 freien Ausbildungsplätze zu ergattern. Im Zehn-Minuten-Takt lernten sich die Schüler und das Unternehmen in einem persönlichen Gespräch kennen. So konnten beide Seiten feststellen, ob die Chemie stimmt und sich das eigentliche Vorstellungsgespräch lohnt. "Ich bin wirklich begeistert von dem Speed-Dating. Außerdem habe ich am Dienstag auch schon einen Einstellungstest", sagt Victoria Göretz (19) aus Düsseldorf.

Der 18-jährige Ertugrul Yurdakul aus Wülfrath sagt: "Vorbereitung ist die halbe Miete. Außerdem muss man, wenn man den Job haben möchte, selbstbewusst auftreten und auch gut gekleidet sein, weil die Erscheinung stimmen muss. Von Vorteil könnten auch Fragen sein, damit das Unternehmen merkt, dass man sich informiert hat und Interesse da ist." Rabia Kaygisiz aus Düsseldorf (21) hat über Facebook von der Veranstaltung erfahren. "Ich habe bereut, dass ich nur eine Bewerbung dabei hatte", sagt Rabia. Außerdem gibt sie den Tipp, direkt seine Ziele zu nennen, weil man so zielstrebig wirkt. Christoph Kolz (49) von Vodafone ist Betriebswirt und war zum ersten Mal beim Speed-Dating dabei. Er erzählt, dass von 14 Schülern nur drei in Frage kommen. Bei den anderen habe leider die Vorbereitung gefehlt. Außerdem hatten einige Schüler vergessen, ihre Bewerbung mitzubringen. Trotzdem fand Christoph Kolz das Speed-Dating aber "sensationell" und wird auch noch mal teilnehmen. Sein Azubi Julian (23) war ebenfalls dabei und auch sehr zufrieden.

Der Hildener Filip Gieshoff im Gespräch mit Katrin Malters, CVJM Hotel, das Hotelfachleute sucht. FOTO: Staschik

Ansgar Schütz (58) arbeitet in der Lagerleitung der Halfen GmbH. Er findet, dass die Schüler sich zu wenig informiert haben. Von neun Interessenten kamen für ihn drei in Frage. Tanja Rusche (25) von der Deutschen Post hatte acht Gespräche mit den Schülern und lud alle acht auch zum Eignungstest für die kommende Woche ein. Dort müssen die Schüler dann einen Test bestehen, bei dem es ums Allgemeinwissen geht. Anschließend können die Schüler noch in einem Interview punkten. Danach entscheiden dann drei Leute, ob Potenzial da ist. "Besonders wichtig ist, dass die Schüler zuverlässig sind und Persönlichkeit haben", sagte Tanja Rusche. Am Ende fügt sie noch hinzu, dass sie unter anderem darauf achtet, ob sich die Schüler einigermaßen über die Deutsche Post informiert haben. Sie will aber keine Experten suchen. Thorsten Winckler (34) Junior Recruiter bei McDonald's, gibt den nervösen Schülern den Tipp, sich einen Zettel mit Stichpunkten und Informationen zu machen. "Das ist besser als keine Vorbereitung und nimmt den den Schülern hoffentlich die Angst."

Quelle: RP
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