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Hilden
Flüster-Asphalt für neue A3-Brücke

Hilden. Die Brücke der A3 über die A 46 im Kreuz Hilden soll ab Herbst 2017 erneuert werden. Der Landesbetrieb Straßen NRW steht dabei mächtig unter Druck, erläuterte Projektgruppenleiter Athanasios Mpasios jetzt den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses.

Die A3-Brücke sei "abgängig", kann also nicht mehr repariert werden. Das Kreuz Hilden sei als Umleitung für die A1 vorgesehen, wenn die marode Rheinbrücke bei Leverkusen durch eine neue ersetzt wird. Der Beschluss, das Kreuz Hilden auszubauen, steht bereits seit zwölf Jahren im Bundesverkehrswegeplan. "Wir beginnen mit der Planung jetzt ganz von vorn", sagt Mpasios.

Ab Herbst 2017 sollen die Brückenbau-Arbeiten im Kreuz Hilden beginnen. Der Landesbetrieb rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren. Neben der alten Brücke werden zwei Behelfsbrücken errichtet. Dann werden die sechs Fahrspuren auf eine Seite verlagert. Dann kann die andere Seite abgerissen und neu gebaut werden. Das wird rund ein Jahr dauern. Dann wird der Verkehr auf die neue Brücke verlegt. Wichtig für die rund 230.000 Verkehrsteilnehmer, die das Kreuz Hilden täglich passieren: "Alle Fahrspuren werden während der Bauarbeiten beibehalten, keine Fahrtrichtung gesperrt", verspricht Mpasios. Nur nachts und am Wochenende seien kurzfristige Sperrungen vorgesehen. Die neue Brücke wird 80 Zentimeter höher als die alte. Deshalb müssen die Fahrbahnen auf rund 300 Meter Länge angepasst werden. Die Brücke soll Fahrbahndecken aus lärmarmen Asphalt bekommen. "Es wird ein bisschen leiser, etwa zwei dBA. Wunder darf man aber nicht erwarten", beugt Mpasios zu hohen Erwartungen vor.

Nach dem Brücken-Neubau soll das Kreuz Hilden ausgebaut werden, voraussichtlich ab 2020. Dann werde es auch um aktiven Lärmschutz (Lärmschutzwände, Flüsterasphalt) gehen, verspricht der Projektgruppenleiter.

www.rp-online.de/hilden

(cis)
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