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Hilden
G8 bei Hildenern unbeliebt

Hilden. Eltern bevorzugen Gesamt- und Sekundarschulen für ihre Kinder. Von Ilka Platzek

Die Anmeldungsphase für weiterführende Schulen ist abgeschlossen. 450 Hildener Schüler verwechseln im Sommer von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule. "Über 80 Prozent von ihnen sind an ihrer Wunschschule angenommen worden", berichtet Ulrich Brakemeier vom Amt für Jugend, Schule und Sport.

"Die Stadt garantiert jedem Hildener Kind, das eine Schule in Hilden besuchen möchte, dass es auch einen Platz vor Ort bekommt", unterstreicht Schuldezernent Reinhard Gatzke. "Dafür ist eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit der unterschiedlichen Stellen Voraussetzung."

Bei der vielfältigen Schul- und Bildungslandschaft in Hilden haben Eltern und Viertklässler die Qual der Wahl: "Sie müssen sich sowohl für eine Schulform, als auch für einen Träger entscheiden", erklärt Brakemeier. Als Leiter des Sachgebiets "Kinderbetreuung und Schulen" beobachtet er dieses Jahr eine erkennbare Gegenströmung zu G8: "Viele Eltern wünschen sich Zeit für die Entwicklung ihrer Kinder und stehen dem Abitur in zwölf Jahren eher skeptisch gegenüber." Trotz zum Teil sehr guter Noten hätten sich deshalb zahlreiche Jungen und Mädchen nicht für das Gymnasium, sondern für die Gesamt- oder Sekundarschule entschieden.

In Zahlen drückt sich das wie folgt aus: Städtisches Helmholtz-Gymnasium Hilden: 83 Anmeldungen - 3 Eingangsklassen; Städtische Sekundarschule Hilden: 100 Anmeldungen - 4 Eingangsklassen; Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium: 104 Anmeldungen, davon 75 Hildener - 4 Eingangsklassen; Evangelische Gesamtschule: 135 Anmeldungen, davon 75 Hildener - 5 Eingangsklassen; Katholische Theresien Realschule: 101 Anmeldungen, davon 45 Hildener - 4 Eingangsklassen; Bettine v. Arnim Gesamtschule Langenfeld: 68 Hildener (ein Drittel der insgesamt angenommen Schüler kommt aus Hilden)

"Ich bin froh, dass die Abstimmung auch dieses Jahr so gut funktioniert hat", stellt Reinhard Gatzke fest. Wir lassen kein Kind zurück." Kapazitäten gebe es ausreichend.

Quelle: RP
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