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Hilden
Gabelung: SPD und CDU watschen Verwaltung ab

Hilden. Claudia Schlottmann versuchte, die Kritik der CDU-Fraktion noch ein bisschen zu verpacken. "Wir sind relativ unglücklich mit der Vorlage und Besseres gewohnt", sagte sie zu den Vorschlägen zur Umgestaltung der Bereiche Gabelung und Fritz-Gressard-Platz.

"Das ist die schlechteste Sitzungsvorlage in 41 Jahren Stadtentwicklungsausschuss", regte sich Jürgen Scholz (SPD) auf. Beobachter rieben sich verwundert die Augen und konnten nicht so recht erkennen, woran sich der Unmut der beiden großen Ratsfraktionen den eigentlich entzündete. Planer hatten geplant, Bürger diskutiert, für die Benrather Straße im Bereich Gressard-Platz war zusätzlich eine Verkehrsuntersuchung gemacht worden. Das alles lag auf dem Tisch, damit sich die Politiker daraus einen eigenen Vorentwurf zusammenbasteln konnten. Und genau das taten die Fraktionen auch.

Ergebnis: Am Fritz-Gressard-Platz bleiben zwischen Eller- und Hofstraße zwei Fahrspuren in jede Richtung. Die Haltestelle Gressard-Platz in Richtung Langenfeld wird vor das City-Center näher zur Mittelstraße verlegt. Die Bus-Stops in beiden Fahrtrichtungen liegen künftig genau gegenüber. Die Schaltung der Ampeln wird optimiert. Der Fuß-/Radweg vom Bahnhof über die Poststraße durch den Vorhof der Stadthalle zur Mittelstraße führt über die bereits bestehend Brücke an der Itter. Sie erhält eine Beleuchtung.

An der Gabelung soll eigentlich fast alles so bleiben wie es heute schon ist. Die Taxen sollen auch weiterhin auf der oberen Mittelstraße warten dürfen. Die Planer der Fachbüros und der Stadtverwaltung wollten sie rund 50 Meter weiter an die Kirchhofstraße verlegen. Das ging für CDU und SPD gar nicht. "Wenn sie die Planung ändern, schaffen sie sehenden Auges neue Probleme", meinte Lutz Groll vom Planungsamt. Die politische Mehrheit entschied sich anders.

(cis)
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