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Hilden
Gaststätte "Hagelkreuz" soll Denkmalschutz erhalten

Hilden. Da, wo sich sieben Straßen kreuzen (Klotz-, Richrather-, Neu-, Schützen-, Hagelkreuz-, Süd- und Schulstraße) liegt die Gaststätte "Am Hagelkreuz" (heute Trattoria Da Domenico). Ein historisches Haus an historischer Stelle: Deshalb soll es jetzt unter Denkmalschutz gestellt werden. Das Gebäude sei architektonisch sehr qualitätvoll gestaltet, haben die Fachleute vom rheinischen Amt für Denkmalpflege festgestellt. Das Erscheinungsbild von 1905 sei weitgehend original erhalten. Der Kern des Hauses ist älter, datiert um 1730. Denkmalwert seien das Haupthaus, der Gewölbekeller, der Dachstuhl sowie teilweise die Innenwände im ersten Stock und der dreieckige Restaurationsgarten. Die Richrather-/Klotzstraße ist eine alte Hauptausfallstraße in Richtung Süden. Früher stand neben dem Hauptgebäude ein Wegekreuz. An diesem "Hagelkreuz" wurde im Mittelalter bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts bei Prozessionen am Marcustag (25. April) Gottes Segen vor Unwetter, Hagel und Feuer erbeten. Die Hagelkreuzstraße ist schon auf einer alten Karte von 1715 zu finden und war Teil eines Weges, der von der Feldstraße nach Hackhausen führte. Die Bezeichnung "Am Hagelkreuz" haben Landvermesser 1829 in einer Katasterkarte der Gemeinde (Flur 11) verwendet.

Johann Wilhelm Stock hat das Gebäude von 1818 bis 1843 als Bauernhof mit Kornbranntweinbrennerei genutzt. Danach war das Hagelkreuz eine Kneipe, aus der Ernst Weyler (1891-1921) das Hotel-Restaurant "Zum Hagelkreuz" machte.

(cis)
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