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Hilden
Gemeinsam erhalten Hildener ihre Denkmale

Hilden: Gemeinsam erhalten Hildener ihre Denkmale
FOTO: Staschik Olaf
Hilden. Zum Tag des offenen Denkmals gibt es am Sonntag ein umfangreiches Programm. Wer alles erleben will, muss sich einen Plan machen. Von Ralf Geraedts

102 Baudenkmäler sind in die Hildener Denkmalliste eingetragen. Dazu das Bodendenkmal im Holterhöfchen (Ringwallanlage). Ein Zehntel davon können Interessierte am kommenden Sonntag, 11. September, beim Tag des offenen Denkmals besichtigen. Das bunte Programm ist gemeinsam von der Stadt als unterer Denkmalbehörde, vom Kulturamt, dem Fabry-Museum, dem Haus Hildener Künstler, den Briefmarkenfreunden, dem Verein Unser Hilden und der Volkshochschule geschnürt worden. Wer alle Punkte miterleben möchte, muss sich einen Plan machen.

Die Historische Kornbrennerei und das Wilhelm-Fabry-Museum, Benrather Straße 32a öffnen von 10 bis 18 Uhr. Die Dampfmaschine mit Transmission wird laufen. Um 11 Uhr hält Restaurator Utz Rütten einen Vortrag über Restaurierungen von Gebäuden.

Die Hofstelle Kesselsweier 1 mit repräsentativem Wohnhaus und Stallung ist von 10 bis 12 Uhr geöffnet.

Diese Denkmäler sind zu besichtigen. Oben von links von oben nach unten: Haus Hildener Künstler, Walder Straße 24/24a, Kesselsweier 1, Kückeshaus. Mitte: Sonderstempel und Dampfmaschine mit Transmission in der Kornbrennerei, unten von links Reformationskirche, Ellerstraße 12, Gottschalksmühle, Lieveneiche. Diese Denkmäler sind zu besichtigen. Oben von links von oben nach unten: Haus Hildener Künstler, Walder Straße 24/24a, Kesselsweier 1, Kückeshaus. Mitte: Sonderstempel und Dampfmaschine mit Transmission in der Kornbrennerei, unten von links Reformationskirche, Ellerstraße 12, Gottschalksmühle, Lieveneiche. Diese Denkmäler sind zu besichtigen. Oben von links von oben nach unten: Haus Hildener Künstler, Walder Straße 24/24a, Kesselsweier 1, Kückeshaus. Mitte: Sonderstempel und Dampfmaschine mit Transmission in der Kornbrennerei, unten von links Reformationskirche, Ellerstraße 12, Gottschalksmühle, Lieveneiche. FOTO: Archiv (5) ola , ola (4)

Die Briefmarkenfreunde bieten von 10 bis 16 Uhr an ihrem Stand in der Stadthalle - dort läuft zeitgleich die Veranstaltung "Hilden singt und klingt" - den Sonderstempel zum Denkmaltag an. Diesmal ist der 1870 erbaute und vor einigen Jahren sanierte Hildener Bahnhof als Motiv ausgewählt worden. Der Philatelisten-Verein, der wieder Sammler aus dem weiten Umkreis zu seiner Aktion erwartet, hat Motiv-Umschläge mit Informationskarten herstellen lassen. Für alle, die einen Sonderstempel auf ihrer Post haben wollen, wird in der Stadthalle ein Briefkasten aufgestellt, dessen Inhalt später zum Abstempeln zum Außenpostamt in Weiden geschickt wird.

Das Haus Hildener Künstler, Hofstraße 6, kann von 11 bis 18 Uhr besichtigt werden. Henriette Astor wird durch den Skulpturengarten des früheren Kutscherhauses führen. Ingo Schneiberg zeichnet den Weg vom Kutscher- zum Künstlerhaus (seit 1982) mit derzeit acht Ateliers nach.

An der Ecke Eisengasse 2/Schwanenstraße 12 steht das "Kückeshaus" aus dem 18. Jahrhundert. Es besticht durch sein Fachwerk mit Andreaskreuzen zwischen den Gefachen. Geöffnet ist es von 12 bis 15 Uhr.

Die Reformationskirche aus dem Jahre 1210 ist ein Hildener Wahrzeichen. Von 13 bis 14 Uhr wird die grundrenovierte Schuke-Orgel mit klanglichen Kostproben vorgestellt, von 14 bis 15 Uhr gibt es eine Führung.

Eine Schnupper-Stadtführung beginnt um 14 Uhr an der Reformationskirche. Die Volkshochschule bittet um telefonische Anmeldung (Tel. 02103 500530), damit bei großem Interesse zusätzliche Stadtführer eingesetzt werden können.

Das Gebäudeensemble der ehemaligen Walzengravieranstalt Waldeck & Nacke, Walder Straße 24 und 24a, wird um 14.30 Uhr bei einer Führung vorgestellt. Architekt Christof Gemeiner erläutert seine Pläne bei der anstehenden Sanierung des Fabrikteils.

Das Wohnhaus Ellerstraße 12 aus dem Jahre 1908 wird von 15 bis 16 Uhr im Denkmalbereich Ellerstraße vorgestellt. Denkmalpflegerin Karin Herzfeld nannte den Erhalt dieses Gebäudes einen "besonderen Glücksfall". Denn in den gut 100 Jahren Gebäudegeschichte sei innen kaum etwas verändert worden. Sie hob hervor, die Förderung des Denkmalschutzes laufe heute nur noch über steuerliche Vergünstigungen, nicht mehr über - nie üppig gewesene - Zuschüsse. Insofern sei es wichtig, ein Bewusstsein für historisch wertvolle Bauten zu wecken. Die Denkmalbehörde plane und arbeite mit den Eigentümern zusammen an Sanierungs-Plänen. "Es geht um den Erhalt unseres historischen Erbes für die weiteren Generationen."

Die 1380 errichtete und von 2008 bis 2011 sanierte Gottschalksmühle an der Elberfelder Straße wird von 15 bis 17 Uhr geöffnet sein.

Schließlich steht im Stadtwald ein Spaziergang zur Lieveneiche an. Um 12 Uhr ist dazu Treffpunkt am Forsthaus an der Straße Zum Forsthaus 61. Interessenten sollten an der Autobahnpolizei parken, rät Nicole Anfang, Vorsitzende des Vereins Unser Hilden. Die 250-jährige Eiche ist ein Denkmal für den Hildener Ehrenbürger Ferdinand Lieven, dem Stifter des Stadtwaldes. Die altehrwürdige Eiche wurde zuletzt freigeschnitten. Nicole Anfang hofft, dass die neue Informationstafel noch rechtzeitig vor dem Denkmalsonntag fertiggestellt werden kann.

Quelle: RP
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