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Hilden/Langenfeld
Getöteter Kradfahrer war zu schnell

Unfall mit zwei Motorrädern in Hilden – ein Toter
Unfall mit zwei Motorrädern in Hilden – ein Toter FOTO: Patrick Schüller
Hilden/Langenfeld. Gutachter geht nach Karosserieverformung von 70 km/h und mehr aus. Von Christoph Schmidt

Ein Holzkreuz erinnert an der Düsseldorfer Straße in Hilden kurz vor der Stadtgrenze zu Düsseldorf an einen schrecklichen Verkehrsunfall vom 9. Juni. Beim Linksabbiegen übersah ein 27-jähriger Autofahrer aus Langenfeld zwei entgegenkommende Motorradfahrer aus Hilden. Bei der Kollision starb ein 55-Jähriger noch an der Unfallstelle. Sein nachfolgender Schwiegersohn (29) stürzte und verletzte sich lebensgefährlich.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, dass die Unfallursache klären soll. Es liegt noch nicht vor (in der Regel dauert das drei Monate), aber der Gutachter habe vorab mündlich einen ersten Hinweis gegeben, bestätigt Thomas Decken, Leiter der Direktion Verkehr bei der Kreispolizeibehörde Mettmann, auf Nachfrage der RP. Anhand der Karosserieverformungen habe der Experte ermittelt, dass der getötete Motorradfahrer mit "gravierend überhöhter Geschwindigkeit" (70 km/h und mehr) unterwegs war.

An der Unfallstelle gilt maximal 50 km/h. Der 27-jährige Langenfelder musste den Motorradfahrern grundsätzlich Vorfahrt gewähren. Waren sie gravierend zu schnell, könnte das den Autofahrer entlasten. Das muss ein Richter entscheiden. 2015 starben bereits zwei Motorradfahrer im Kreis (2014: 1).

(cis)
 
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