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Hilden
Gies-Straße: Umbau ohne Poller, Kosten sind hoch

Hilden. Die Umgestaltung der Robert-Gies-Straße/Schulstraße ist das erste vom Land geförderte Teilprojekt des beschlossenen Innenstadt-Konzepts. Eigentlich sollte schon im Sommer gebaut werden.

Das Einkaufszentrum Itter-Karree ist ein Kundenmagnet. Diese Bedeutung soll sich auch in der Gestaltung des Umfeldes widerspiegeln. Die Fahrbahn der Robert-Gies-Straße soll ab der Kreuzung Schulstraße bis zum Itter-Karree als verkehrsberuhigte Einkaufsstraße umgebaut werden. Dort gilt künftig Tempo 10, weil heute schon viele Fußgänger und Radler die Fahrbahn kreuzen. Die beiden Taxiplätze und und die Elektro-Tankstelle werden erhalten. Auf die Ausschreibung gaben aber nur zwei Firmen ein Angebot ab - und das lag auch noch um 100.000 Euro über dem Budget. Deshalb hob Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann mit Einverständnis der Politik die Ausschreibung auf. Die Projektkosten wurden überprüft. Sie liegen mit 496.000 Euro gut 62.000 Euro höher als das, was der Stadtrat genehmigt hatte. Die Fachämter im Rathaus haben nach Einsparmöglichkeiten gesucht. Verzicht auf die geplanten elektrischen Poller am Warrington-Platz, schlug Mittmann jetzt dem Stadtentwicklungsausschuss vor. Aktuell gibt es nur zwei Zufahrten zur Innenstadt, die noch nicht abgepollert sind: an der Robert-Gies-Straße/Warrington-Platz und Am Rathaus/Mühlenstraße.

Auf dem Warrington-Platz (vor Adler Mode) stehen Poller. Eine Durchfahrt zwischen Gies-Straße und Heiligenstraße sei damit unterbunden. Der Verzicht auf die Poller-Anlage habe Vorteile, meint Mittmann. Die Rettungsdienste kommen im Notfall schneller in die Innenstadt. Weil die Inhaber der Läden wechseln, habe man nach einiger Zeit ohnehin keinen Überblick mehr über den Verbleib der Karten, die den Zugang regeln. Zudem hätte die Poller-Anlage nicht am Rand der Gies-Straße gebaut werden können, um nicht die Fahrbahn zu blockieren, sondern versetzt in Richtung Warrington-Platz. Dies hätte Autofahrer verleitet, vor der Anlage illegal ihren Wagen abzustellen.

Mit dem Verzicht auf die Polleranlage waren alle einverstanden. Im Februar soll erneut ausgeschrieben werden. Im Mai 2016 werden Anlieger und Eigentümer informiert. Wenn alles klappt, könnte im Juli mit den Bauarbeiten begonnen werden. Im November könnte die Umgestaltung fertig sein. Die Hälfte der Kosten übernimmt das Land.

(cis)
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