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Hilden/Haan
Häuser gefragt und teuer - Bausparkasse legt Studie vor

Hilden/Haan: Häuser gefragt und teuer - Bausparkasse legt Studie vor
Für den Traum vom eigenen Haus muss man in Hilden und Haan tief in die Tasche greifen. FOTO: Malz Ekkehart
Hilden/Haan. Mieten oder kaufen? Die Frage stellen sich viele Bürger im Kreis Mettmann. Experten raten: Wer sich für ein Eigenheim entscheidet, sollte genug Eigenkapital erarbeitet oder geerbt und einen sicheren Job haben. Denn für den Traum vom eigenen Haus muss man in Hilden und Haan tief in die Tasche greifen.

Baugrundstücke kosten in Hilden im Schnitt 390 Euro pro Quadratmeter, in Haan 280. Ein neues Reihenhaus mit 100 Quadratmeter Wohnfläche (ohne Garage) kostet in Hilden im Schnitt 300.000 Euro und in Haan 310.000 Euro. Die Zahlen sind nachzulesen in der neuen Studie "LBS Markt für Wohnimmobilien 2016". Das Forschungsinstitut Empirica hat dafür bundesweit 600 Immobilienfachleute von LBS und Sparkassen befragt. Diese Zahlen bieten laut LBS "eine gute Grundlage zur Einschätzung der Gesamtmarktlage." Weil ein Grundstück oft nicht so schnell verfügbar ist und der Neubau einen hohen Planungsaufwand bedeutet, sind gebrauchte Eigenheime (freistehendes Haus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche und Garage) für viele eine Alternative. Sie kosten in Hilden und in Haan durchschnittlich 385.000 Euro. Der Preis liegt deutlich höher als bei neuen Reihenhäusern. Grund: Gebrauchte Immobilien haben meist noch deutlich größere Grundstücke. Zudem liegen sie in gewachsenen, zentrumsnahen Vierteln. Für gebrauchte Reihenhäuser werden in Hilden rund 230.000 Euro und in Haan 250.000 Euro verlangt. Neue Eigentumswohnungen kosten in Hilden im Schnitt 2865 Euro, in Haan 3125 Euro pro Quadratmeter. Für gebrauchte Eigentumswohnungen werden in Hilden 1690 und in Haan 1790 Euro/Quadratmeter bezahlt.

Aufschluss über den örtlichen immobilienmarkt gibt noch eine andere Einrichtung. Ein unabhängiger Gutachterausschuss wertet jedes Jahr die Immobilienverkäufe in Erkrath, Haan, Heiligenhaus, Hilden, Langenfeld, Mettmann, Monheim am Rhein und in Wülfrath aus. Für 869,3 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr in den genannten Städten Grundstücke, Häuser und Wohnungen gekauft. Das sind 12 Prozent mehr als 2014. Hilden liegt bei den Grundstückspreisen in NRW weiter unter den Top Ten. Mit 430 Euro pro Quadratmeter bewegt man sich in der Liga von Aachen, Meerbusch und Dortmund. Bei 85 Prozent aller Kaufverträge ging es um Ein- oder Zweifamilienhäuser. Neue Doppelhaushälften und Reihenhäuser kosten im Durchschnitt 378.000 Euro (plus neun Prozent).

Vor allem Doppelhäuser liegen im Trend bei Preisen von bis zu 510.000 Euro je nach Lage, Stadt, Größe und Alter. Für neue Eigentumswohnungen wurde in Hilden ein Preis von 3300 Euro/Quadratmeter ermittelt. Hilden, Langenfeld, Mettmann und Ratingen liegen mit ihren Durchschnittsquadratmeterpreisen nur wenig unter Münster und Köln. Dabei legten die Preise im Kreis im vergangenen Jahr insgesamt um neun Prozent zu.

(wie/cis)
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