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Weihnachten Glauben
Hanno Nell: Möge die Macht Gottes mit uns sein

Hilden. Sie war ohne einen Mann auf unerklärliche Weise schwanger geworden und sagte später zu ihrem Sohn: "Du hast denen Hoffnung gegeben, die keine mehr hatten." Das Wunderkind Anakin in den Star-Wars-Filmen wurde tragischerweise zum bösen Darth Vader. Eine für den Spannungsbogen nachvollziehbare Entscheidung der Drehbuchautoren. Es muss ja nicht das letzte Wort sein. Jesus gibt uns auch nie auf.

Die letzten Worte Jesu im Matthäus-Evangelium drehen sich einerseits darum, dass ihm alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist und dass seine Jünger alle Völker ebenfalls zu Nachfolgern Jesu machen sollen, indem sie sie taufen und das nahebringen, was Jesus sie gelehrt hat. Das ist nicht nur für das Zusammenleben der Menschheit, sondern auch für das Verstehen von Weltliteratur und Kinofilmen sehr hilfreich. Andererseits verspricht Jesus, (unsichtbar) bei ihnen zu bleiben "alle Tage, bis an der Welt Ende". Ein nachgemachtes Star-Wars-Filmplakat wirbt aktuell mit Maria auf einem von Josef geführten Esel und einem Stern im Hintergrund für die Heiligabend- und Weihnachtsgottesdienste einer Kirchengemeinde auf Tasmanien: "Star Peace. A new hope awakens. A long time ago, in a Galilee far, far away." (Friedens-Stern. Eine neue Hoffnung erwacht. Vor langer, langer Zeit in Galiläa weit, weit weg.)

Viele Filme spielen mit religiösen Motiven, nicht zuletzt mit der Erlöserfigur, für die auf dem nachgemachten Filmplakat auch die drei Kreuze von Golgatha stehen. Im aktuellen Heidi-Film hat die Drehbuchautorin allerdings gegenüber der populären Buchvorlage herausgestrichen, dass Heidi zu Gott findet. Im Film findet sie zu sich selbst. "Damit könnten Kinder heute mehr anfangen", meint sie. Das sehen viele Kinder bestimmt anders, die bald wieder mit leuchtenden Augen von der Geburt Jesu hören oder in Krippenspielen davon weitererzählen. Möge die Macht Gottes mit uns sein, die damals in der Heiligen Nacht zu uns gekommen ist.

Quelle: RP
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