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Hilden
Lidia Barbara Gordon zeigt kleine Persönlichkeiten

Haus Hildener Künstler zeigt "Prinzessinnen, Prinzen und Kinderportraits"
Die Künstlerin Lidia Barbara Gordon mit dem Bild "Ronja" aus dem Zyklus Zeitlos, in dem 24 Momentaufnahmen gezeigt werden. FOTO: Lidia B. Gordon
Hilden. Im Haus Hildener Künstler sind ab dem 9. September "Prinzessinnen, Prinzen und Kinderportraits" zu sehen. Von Ilka Platzek

Die Festlegung auf das Thema "Kinder" machte es Gordon nicht gerade leicht, sich künstlerisch durchzusetzen. Trotzdem hält sie seit Jahren an ihrem Thema fest und arbeitet daran, ihre künstlerische Technik zu verfeinern. Lidia Gordons Anliegen ist es, Kinder zu zeigen, wie sie sind: Ihre Fröhlichkeit und Spontaneität, ihre Originalität und Ernsthaftigkeit.Die Kinderbilder sind stark von der Absicht geprägt, den so genannten natürlichen Charakter des Kindes als Individuum auszudrücken. Die Künstlerin stellt Kinder als Individuen und als Persönlichkeiten dar, die ihren eigenen Platz in der Gesellschaft einnehmen. Sie zeigt nicht ausschließlich das Klischee von fröhlichen Kindern.

Ihre Portraits zeigen Kinder mit stark ausgeprägten Emotionen; sie lachen, sind ängstlich, verärgert, schmollen oder schauen wach und herausfordernd den Betrachter an. Auf diese Weise werden ihre Portraits interessant und einmalig.

Ihr Projekt "Zeitlos" beinhaltet 24 Momentaufnahmen im Format 20 mal 20 Zentimeter auf Leinwand. Sie zeigen Kinder mit den Wurzeln ihrer Eltern aus unterschiedlichen Ländern; wie England, Russland, Japan, Türkei, Polen, Frankreich, Griechenland, Afrika usw. Ihr jüngstes Werk zeigt ein sieben Monate altes Kind: Ronja. Ihre Eltern stammen aus Syrien, sind kurdischer Abstammung und leben seit einigen Jahren in Deutschland.

Gordons Zyklus "Prinzessinnen und Prinzen", der drei Jahre Entstehungsdauer in Anspruch genommen hat, zeigt die kleinen Persönlichkeiten in Trachten gekleidet, die von dem Elternhaus und der Gesellschaft gewünscht sind. Beim genauen Betrachten erkennt man erst durch kleine Details im Bild sowie Mimik und Gestik der Kinder ein Stück des wahren Charakters des Kindes. Gordon hat einen Traum: "Ich wünsche mir, dass alle Kinder ganz natürlich aufwachsen, abseits von Krieg und Missbrauch."

Die Künstlerin hat an der Fachhochschule für Kunst in Bromberg studiert, und ist seit 1996 Mitglied im Haus Hildener Künstler H6 und seit 2009 Mitglied im Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, Düsseldorf.

Quelle: RP
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