| 00.00 Uhr

Leserforum Kirchengeläut
"Heimat ist... wenn die Glocken läuten"

Leserforum Kirchengeläut: "Heimat ist... wenn die Glocken läuten"
St. Jacobus, die katholische Hauptkirche Hildens. Beschwerden über das Geläut kommen auch aus anderen Stadtteilen. FOTO: Tinter
Hilden. Die heftigen Diskussionen um das Glockengeläut haben auch während der Feiertage nicht nachgelassen. Briefe, Kommentare und Posts erreichen die Redaktion weiterhin täglich. Hier sind die aktuellen sowohl aus Hilden als auch aus Haan.

Monika Thoene: "Das ist ja unglaublich!!! Wie kann man sich durch das Geläut gestört fühlen? Mit fehlt das Sonntagsgeläut sehr. Wenn ich Sonntags durch die Hildener Heide gehe, bleibe ich stehen um die Kirche in Haan läuten zu hören. Man hört eh die Glocken zu wenig. Für mich ist das Heimat."

Martina Weichselbaum: "Wer in der Nähe einer Kirche sich eine Wohnung mietet oder kauft, sollte wissen worauf er sich einlässt. Wer kann denn so naiv sein. Wir sind absichtlich in die Nähe gezogen und uns würde was fehlen. Man sollte auf gar keinen Fall Rücksicht nehmen das wäre ein falsches Signal und hat auch nichts mit Rücksichtnahme mehr zu tun. Menschen ziehen auch in eine Wohnsiedlung mit Kinderspielplatz und beschweren sich dann das dort Kinder spielen . Das sind Arme Menschen die keinen Lebensinhalt mehr haben und sich dann auch über Kirchenglocken aufregen. Diese Menschen sind sehr zu bedauern mehr nicht."

Marion Braunschweiger-Heuschkel: "Heimat ist...wenn die Kirchenglocken läuten!"

Thomas Herring: "Ich finde, dass der Klang unserer Kirchenglocken in Gruiten zum Dorf dazugehört - er ist Heimat, Vertrautheit, Tradition. Es ist schade, dass sich vermehrt Widerstand gegen Geräusche regt, die seit Jahrzehnten akzeptiert sind und dazugehören. Egal ob Kirchenglocken, Sportplatz, KiTa, Busverkehr und vieles mehr. All diese Dinge gehören zu einem lebendigen und abwechslungsreichen Gemeindeleben."

Edith Moritz: "Ich stelle mir die Frage, warum sich Menschen darüber aufregen. Die heutige St. Jacobus Kirche hat eine bewegte Historie hinter sich, die Pfingstsonntag 1749 an der "heutigen Gabelung" geweiht wurde. Ich wohne im Hildener Norden und höre jeden Tag die Glocken von St. Marien und auch von der Friedenskirche. Lärmquellen sind für mich z. Bsp. das verbotene Rasenmähen und lautes Handwerkeln (Bohren, Hämmern, etc.) von Privatleuten in ihren Wohnungen während der Mittagsruhe von 13 bis 15 Uhr und an Feiertagen in den Gärten, Häusern und Wohnungen. Vielleicht regen sich diese Leute auch demnächst auf, wenn Kinder auf der Straße spielen, obwohl sie nicht laut sind. Es gibt schlimmere Dinge, die nerven und stören Kein Anwohner hat sich bisher beim protestantischen Pastoralteam und Presbyterium über Glockengeläut der Reformationskirche beschwert. Man kann keinem gerecht werden!"

Orionschwert (online-Kommentar): "Warum soll es schade sein, dass Traditionen in Frage gestellt werden? Stiere quälen in Spanien und Süd Frankreich ist auch Tradition. Traditionen entstehen, weil Brauchtum nicht geändert wurde. Diese Traditionen werden dann mit der Zeit Teil unserer Kultur. Das muss aber im Umkehrschluss nicht bedeuten, dass man eine Tradition nicht ändern, abschaffen oder anpassen darf. Aus bestimmten Gründen war Kirchengeläut unabdingbar, aber heute macht es einfach keinen Sinn mehr. Außer für die Traditionsromantiker natürlich."

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Leserforum Kirchengeläut: "Heimat ist... wenn die Glocken läuten"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.