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Hilden
Hier können Sie Platz nehmen

Hilden: Hier können Sie Platz nehmen
Karl-Heinz Jeuck findet den Terrassenstuhl vom Hildener Eiscafe "nett". Dörte Czepa (3.v.r.) findet : "Bänke eignen sich für einen kurzen Aufenthalt. FOTO: map/rm-
Hilden. Plastiksessel, Korb- und Bistrostuhl, Bierbank, Rattanhocker: Die Gastronomie lässt ihre Kunden unterschiedlich sitzen. Von Jeanette Wölfling und Malte Prüfer

Wo man bequem sitzt, da bleibt man und geht immer wieder gerne hin. Das wissen die Gastronomen. Deshalb werden Biergarten- und Terrassenstühle immer komfortabler. Längst gehört die Lounge-Sitzecke bei vielen Cafés zum Standard. Dennoch mögen viele Wirte auf die Jahrzehnte bewährten Klassiker nicht verzichten: Die klassische Bank gehört zum Bierausschank wie das Öl zur Fritte.

Karl-Heinz Jeuck, Gast im Café Venezia auf der Mittelstraße sitzt auf seinem einfach und schlicht gehaltenem Terrassenstuhl. "Einfach nett" und vor allem "bequem", findet er. Ein rotes Kissen nahm sich der Stammgast des Cafés dennoch, um den Komfort zu erhöhen. "Vor einiger Zeit", berichtet Jeuck schmunzelnd, "habe ich vorgeschlagen statt der Tischchen hier Sand auszulegen und statt der Stühle Liegen bereitzustellen."

FOTO: Jeanette Wölfling (wölf)

Nicht ganz so hohe Ansprüche hat Edgar Blum, Stammgast im Brauereiausschank am Marktplatz in lebhafter, aber gemütlicher Atmosphäre. Auch er sitze vernünftig auf seinem Stuhl, dessen Aluminiumgestell durch kunstlederne Polster geschmückt ist. Nathalie Glasmacher und Christian Pedersen legen ebenfalls Wert auf bequeme Sitzmöglichkeiten und auf eine gemütliche Atmosphäre. Darum sitzen sie gemeinsam in der "kleinen Olive", ebenfalls am Marktplatz. Auf einer einladenden Holzbank, die mit einem dunklen Polster belegt ist, warten die beiden auf ihren erfrischenden Salat. Besonders gerne, betonen sie, würden sie an dieser Stelle im Sommer bei einem Glas Wein verweilen. Günter Schneeloch entspannt vor dem Café Fricke auf dem Marktplatz auf einem Stuhl, der vollständig durch ein Kunststoffgeflecht geziert ist. Lässig legt er seine Arme ab, die runde Lehne passe sich seinem Körper gut an, beschreibt er den Komfort. Er komme vor allem zum Reden und zum Zeitung lesen. "Nur zunehmen", ruft eine Dame vom Nachbartisch, "das darf man hier nicht. Dann passt man nämlich nicht mehr rein!"

Biertisch-Garnituren sind zwar nicht totzukriegen. Sie stehen beispielsweise auf dem Langenfelder Marktplatz vor dem Curryblitz-Stand des Partyservice Müller, doch wirklich bequem ist sie eigentlich nicht. "Wir kommen gerade vom Einkaufen und da wir mehrere Leute sind, haben wir hier alle einen Platz gefunden", erzählt Dörte Czepa. Sie hat mit ihren Begleitern auf den orange lackierten Bierbänken Platz genommen. Lange werden sie hier nicht sitzen bleiben, aber für eine kurze Stärkung sind die Bänke durchaus geeignet.

Nathalie Glasmacher und Christian Pedersen auf dem alten Markt in Hilden. FOTO: Ralph Matzerath

Anders sieht es auf der Terrasse des Eiscafés Florenz aus. Mehrere Dutzend schwarzer Korbstühle sind dort in genügend großem Abstand aufgebaut. Sie haben eine hohe Rückenlehne und eine breite Sitzfläche, die zu längerem Verweilen einladen. Hansi Behrendt hat mit einem Freund dort Platz genommen. Entspannt lehnt er sich zurück und legt die Arme rechts und links auf den Armstützen ab. "Hier gibt es nicht nur den besten Milchkaffee, sondern auch die gemütlichsten Sitzgelegenheiten", schwärmt der Langenfelder. Auch der Inhaber des Eiscafés ist mit seiner Stuhlwahl rundum zufrieden: "Da haben wir uns genau die richtigen Stühle ausgesucht", sagt Giuseppe Catania. "Sie sind gemütlich, wetterfest und leicht zu reinigen."

Immer mehr Gastronomen entscheiden sich für alternative Sitzmöglichkeiten. So auch die Inhaber des Mahlwerks in der Fußgängerzone nahe der Kirche St. Josef. Mehrere Holzsessel aus robusten Holzplatten bilden dort eine einladende Lounge-Ecke. Rückenlehne und Sitzfläche werden durch verschiedenfarbige Kissen gepolstert. Judith Klappach führt das Café gemeinsam mit ihrem Mann, beide haben auf den modernen Bänken Probe gesessen und sich sofort verliebt. Auch die Gäste sind rundum zufrieden - Amira Tröger lehnt in den Polstern und genießt eine kalte Limonade. Auch sie ist begeistert von der Gestaltung des Außenbereichs. "Das ist wie ein Kurzurlaub."

Quelle: RP
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