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Hilden
Hier wäre Platz für Sozialwohnungen

Hilden: Hier wäre Platz für Sozialwohnungen
Auf dem Grundstück gegenüber der Einmündung An der Bibelskirch könnte ein Mehrfamilienhaus mit rund zehn öffentlich geförderten Wohnungen entstehen, schlägt die Verwaltung vor. Baurecht besteht. FOTO: Google earth
Hilden. Die Verwaltung hat drei städtische Grundstücke mit Platz für 35 öffentlich geförderte Wohnungen ausgemacht. Von Christoph Schmidt

"Wir suchen Grundstücke, auf denen längerfristig preisgünstige Wohnungen entstehen können, auch Sozialwohnungen", hatte Bürgermeisterin Birgit Alkenings versprochen: "Alle städtischen Liegenschaften werden untersucht. Das Problem ist, es gibt nicht so viele." Trotzdem ist die Verwaltung jetzt fündig geworden. Im Stadtentwicklungsausschuss am Mittwoch (20. Januar) werden der Politik drei Grundstücke für preisgünstige Wohnungen vorgeschlagen.

Für alle drei gilt: Sie befinden sich in städtischer Hand, können dauerhaft für Wohnungen genutzt werden und die nötige Infrastruktur (Gas, Wasser, Strom, Kanäle, Verkehr, Nahverkehr) ist bereits vorhanden. "Das sind - mit Ausnahme des Schweitzer-Areals - die einzigen nutzungsfreien Grundstücke in städtischem Besitz, die sich ohne weiteres heute bereits mit Wohnungen bebauen ließen", betont Erster Beigeordneter Norbert Danscheidt. Alle anderen Grundstücke werden bereits genutzt. Für eine Wohnbebauung müsste diese Nutzung aufgegeben werden.

Vorschlag 1 Grünfläche Hochdahler Straße 233: Das 1400 Quadratmeter große Grundstück liegt gegenüber der Einmündung "An der Bibelskirch". Dort sollte einmal ein Spielplatz angelegt werden. Möglich wäre ein Mehrfamilienhaus (wie in der Umgebung) mit rund zehn Wohnungen. Dafür müssten einige Bäume fallen. Das Grundstück steht mit einem Wert von 138.000 Euro in den Büchern. Da Baurecht besteht, könnte sofort gebaut werden.

Vorschlag 2 Overbergstraße 12/12a: Die öffentliche Grünfläche mit vielen Bäumen ist rund 2500 Quadratmeter groß. Dort könnten bis zu 20 Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus geschaffen werden. Dafür müsste allerdings der Bebauungsplan geändert werden. Das dauert gut ein Jahr, wenn alles klappt. Wert von Grundstück und Grünfläche: rund 241.000 Euro. Vorschlag 3 Am Bruchhauser Kamp 4a: Die 800 Quadratmeter große Fläche wird als Spielplatz (in schlechtem Zustand) und öffentlicher Parkplatz genutzt. Ganz in der Nähe ist der Abenteuerspielplatz. Deshalb könnte auf die Spielfläche verzichtet werden, sagt die Verwaltung. Denkbar wäre ein kleines Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen. Die sieben öffentlichen Parkplätze würden in private Stellplätze umgewandelt. Wert: knapp 75.000 Euro. Auch dort müsste zunächst der Bebauungsplan geändert werden. Das dauert mindestens ein Jahr. Bürgermeisterin Birgit Alkenings schlägt vor, die drei Grundstücke zunächst der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Hilden (WGH) anzubieten mit der Auflage, dort öffentlich geförderte Wohnungen, bestenfalls Sozialwohnungen, zu bauen. Wenn keine öffentliche Förderung bewilligt wird, soll bei Erstbezug eine Höchstmiete von 8,50 Euro/m2 (ohne Nebenkosten) festgeschrieben werden. Schlägt die WGH das Angebot aus, könnten die drei Grundstücke in einem öffentlichen Bewerbungsverfahren an Wohnungsbau-Unternehmen vergeben werden. Sie müssten sich verpflichten, innerhalb von fünf Jahren öffentlich geförderte Wohnungen zu bauen oder aber die genannte Höchstmiete einzuhalten.

"Wir möchten von der Politik wissen, ob wir das Thema angehen sollen", erläutert Erster Beigeordneter Norbert Danscheidt: "Wenn die WGH uns einen Kaufpreis zahlen kann, würden wir ihn gerne auch nehmen. Wenn nicht, bleibt nur die Übertragung der Grundstücke an die WGH als Eigenkapital-Aufstockung." In der Vergangenheit konnte die WGH nur bauen, wenn die Stadt ihr die Grundstücke kostenfrei überließ.

Quelle: RP
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