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Hitliste
Mia und Felix sind beliebteste Namen

Hilden 2017: Mia und Felix sind beliebteste Namen
Babys auf einer Neugeborenenstation (Symbolfoto). FOTO: dpa, wgr; cse axs ink
Hilden. Namen sind alles andere als Schall und Rauch. Namen können das Leben beeinflussen. Sie sind klischeebelastet und imagebildend. So erstaunt es denn nicht, dass der liebste Vorname für im Jahr 2017 geborene Mädchen in Hilden Mia ist. Von Isabell Klaas

Mia ist die Kurzform von Maria und Symbol für reine und tiefe Liebe. Er ist kurz, traditionsreich und deutsch. Ob die gleichnamige deutsche Elektro-Pop-Musikgruppe mit ihrem Hit "Tanz der Moleküle" einige Väter und Mütter inspirierte, ist nicht ganz eindeutig. Auf Mia folgt in der Hildener Namenshitliste Emilia - klingt ein bisschen nach Italien-Urlaub und bedeutet unter anderem die Eifrige und Ehrgeizige. Generell scheinen moderne Eltern ihren Kindern gerne herkömmliche und oft auch biblische Namen zu geben wie Johanna, Marie und auch Nora, Sara und Sophia. Oder aber Greta, was übrigens soviel wie "Kind des Lichts" heißt. Viele diese Namen könnten ohne weiteres auch unsere Großeltern tragen. Besonders für Jungen gilt: Kurz ist Trumpf.

Wer seinen Rabauken vom Spielen nach Hause rufen will, tut das offenbar am liebsten zweisilbig: Felix und Luca stehen auf Platz 1, gefolgt von Jonas, Linus, Noah und auf Platz drei des Namensranking Elias, Leon, Mats und am längsten, aber der Tradition verpflichtet: Maximilian. Hinter letzterem Namen vermutete man doch am ehesten einen Jungen mit vielversprechender Karriere, mindestens Akademiker oder Banker.

Werfen wir einen Blick in die Nachbarstädte, ergibt sich ein geringfügig anderes Bild. Sowohl in Langenfeld als auch in Monheim macht bei den Mädels Mila das Rennen. "Mila Superstar" ist eine niedliche Manga-Figur mit großen dunklen Augen, die sich in einer Zeichentrickserie seit 1993 in die Herzen der deutschen Zuschauer spielt. Bei den Jungen schießt der nordische Vornamen Finn den Vogel ab: in Monheim auf Platz 1, in Langenfeld auf Platz 3 der Namenshitparade. Finn bezeichnete ursprünglich einen Bürger Finnlands. In Langenfeld ist der Name Paul am häufigsten für den frisch geschlüpften Stammhalter gewählt worden, gefolgt von Noah, Ben und Jonas auf dem dritten Platz. Die Knaben in Monheim heißen häufig Felix, Philipp, Leon, Luca, David und Ben. In Düsseldorf sind die beliebtesten Vornamen für Jungen Maximilan, Alexander und Paul, gefolgt von David, Jonas und Noah. Ben, der NRW-weit vorne liegt, schafft es in Düsseldorf auf Rang neun. Auf Platz 1 bei den Mädchen-Namen steht Marie, gefolgt von Sophie und Maria. Seit 2008 lagen diese drei Namen jedes Jahr auf den vorderen Plätzen.

Erlaubt ist nahezu jeder Name, der nicht das Kindeswohl beeinträchtigt. Jochen Buff vom Standesamt Langenfeld nennt das beliebte Beispiel von einem Paar, das seinen Sohn "Störenfried" nennen wollte oder gar roh und geschmacklos "Bierstübl". Wer seinen Sohn Maria nennen will - man denke nur an Carl Maria von Weber - muss auch heute noch einen männlichen Vornamen dazu setzten. Ob vorweg und hinten dran, ist egal.

Die Hebräische Universität in Jerusalem will übrigens herausgefunden haben, dass man Gesichtern ohne Vorkenntnisse häufig die richtigen Namen zuordnet. Probanden hatten Portraits und fünf Namen zur Auswahl, die sie zu 40 Prozent richtig erkannt haben sollen. Auf jeden Fall sollten Eltern sich überlegen, dass ihre Kinder ein Leben lang ihren Vornamen tragen und damit glücklich sein sollen.

Quelle: RP
 
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