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Hilden
Hilden bekommt eine Kletterhalle

Hilden: Hilden bekommt eine Kletterhalle
Die Gründer der Hildener Bergstation: Justin Bohn und Marcel Buchmann FOTO: privat
Hilden. Justin Bohn und Marcel Buchmann wollen an der Bahnhofsallee eine "Bergstation" für fünf Millionen Euro eröffnen. Von Christoph Schmidt

Die Stadt erhält eine neue Attraktion. Am Ende der Bahnhofsallee wollen Justin Bohn und Marcel Buchmann Anfang 2016 das Kletter- und Boulderzentrum "Bergstation" eröffnen. Dort können sich Kletterer mit und ohne Seil auf einer Wandfläche von mehr als 3000 Quadratmetern austoben. Die beiden jungen Gründer wollen rund fünf Millionen Euro investieren.

"Unser Einzugsgebiet ist der Düsseldorfer Süden", erläutert Bohn: "Die Grundstücke, die wir uns angesehen haben, waren aber alle verkehrsmäßig schlecht angebunden." Das sei an der Bahnhofsallee in Hilden ganz anders. Das ehemalige Güterbahnhof-Gelände ist mit SBahn, Bus und über die Autobahnen A3, A46 und A 59 für Besucher aus Düsseldorf, dem Kreis Mettmann und dem Bergischen Land bestens zu erreichen. Die Finanzierung steht, versichert Bohn: "Beim Bau der Halle würden wir gerne mit der Hildener Firma Schreiber Stahlbau zusammenarbeiten." Die Eröffnung der "Bergstation" sei für Anfang 2016 geplant.

Bohn (31) klettert seit zehn Jahren, sein Geschäftspartner Marcel Buchmann (25) ebenfalls: "Wir haben uns über den Sport kennengelernt." Buchmann ist Sport- und Fitnesskaufmann mit Kletterlehrerschein. Die beiden Gründer haben sich in den vergangenen Jahren sehr genau in der Branche umgeschaut. "Bouldern - klettern ohne Seil - ist aktuell die boomende Spielart", so Bohn. Sie wollen Klettern und Bouldern anbieten und das in einer großen Halle. Das gebe es hier in der Region so noch nicht. Neben Kursen, großer Außenwand und Wettkampfwänden seien auch Yoga, Slacklines, ein Bistro mit Biergarten, ein Shop und eine Kinderbetreuung geplant. "Die Ansiedlung der Bergstation ist für Hilden in jeder Hinsicht ein Gewinn", ist Wirtschaftsförderer Peter Heinze überzeugt. Das Unternehmen biete eine Freizeit-Attraktion, verspreche neue Arbeitsplätze und werde sicher Besucher aus der ganzen Region nach Hilden locken. Die Betreiber wollen nicht nur Sportler, sondern auch Vereine, Familien und Firmen ansprechen.

Das Viertel rund um den Bahnhof hat sich in den vergangenen Jahren sehr zum Positiven verändert. Den Startschuss dazu gaben Rat und Verwaltung 2009 mit der Sanierung des Bahnhofsgebäudes für 3,4 Millionen Euro. Auch der Vorplatz wurde für 500 000 Euro umgestaltet. Private Eigentümer haben Geld in die Hand genommen und ihre Häuser renoviert.

Die städtische Grundstücksgesellschaft GkA Hilden konnte die Grundstücke des ehemaligen Güterbahnhofs erfolgreich vermarkten. Dort haben sich kleine und mittlere Unternehmen aus den Bereichen Handel, Produktion und Dienstleistungen mit 50 Arbeitsplätzen angesiedelt. Auch der Verband des Kfz-Gewerbes NRW verlässt Düsseldorf und zieht demnächst an die Hildener Bahnhofsallee. Geplant ist ein repräsentativer Neubau. Wirtschaftsförderer Heinze führt diese Ansiedlungserfolge auf die kontinuierliche Aufwertung des Bahnhofareals zurück.

Quelle: RP
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