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Hilden
Events ziehen mehr als der Sonntagseinkauf

Hilden: Events ziehen mehr als verkaufsoffener Sonntag
Alicia mit ihrer Mutter Renate Black aus Solingen. Beide hatten sich kurzfristig verabredet. Sie genossen die Kombination der verschiedenen Veranstaltungen - und nahmen Blumen für Zuhause mit. FOTO: Stephan Köhlen
Hilden. Blumenmarkt, Weindorf, Modenschau - an Events mangelte es am Wochenende in Hilden nicht. Ob die Besucher in der Innenstadt am Sonntag hauptsächlich wegen der Veranstaltungen oder zum Einkaufen gekommen waren, versuchte das Stadtmarketing zu ermitteln. Von Alexander Riedel

Weil die Gewerkschaft Verdi für den ersten Sonntagsverkauf in diesem Jahr eine "gerichtsverwertbaren Prognose" gefordert hatte. Die Ladenöffnung am Sonntag darf kein Selbstzweck sein. Letzteres verbietet ein Erlass des NRW-Wirtschaftsministeriums ausdrücklich. Es muss einen übergeordneten Anlass geben. Auch die RP wollte es genau wissen und fragte Besucher, was sie letztlich in die Innenstadt führte.

Renate Black und ihre Tochter Alicia aus Solingen: "Wir haben davon gehört, dass es hier heute verschiedene Veranstaltungen gibt und uns relativ kurzfristig verabredet. Es ist doch schön, dass die Besucher mehrere Programmpunkte zur Auswahl haben, sei es die Modenschau oder die Angebote für Kinder. Die offenen Geschäfte haben für uns keine Rolle gespielt. Wir wollten einfach mal schauen, was so los ist. An einem Stand sind uns Fensterbilder aus Glas aufgefallen, die wir gerne haben würden. Wo wir schon mal hier sind, haben wir auch gleich ein paar Blumen für Zuhause mitgenommen - und später wollen wir uns noch auf ein Gläschen Wein hinsetzen."

Claudia Haas-Hübner: „Wir sind leidenschaftliche Hildener und genießen solche Events“ FOTO: Köhlen, Stephan

Karsten und Marion Gillmann aus Langenfeld: "Die Mischung aus allem macht den Reiz aus. Man trifft sich auf dem Weinfest, dann gehen die Damen eine Runde shoppen, essen ein Würstchen oder einen Flammkuchen und gucken sich das Programm an. Dass die Geschäfte offen sind, ist auch gut, denn in der Woche bleibt letztlich bei allem Stress wenig Zeit zum Einkaufen. Hier kann man zum Beispiel in Ruhe nach schicker Mode gucken oder mal ein Parfüm ausprobieren."

Claudia Haas-Hübner mit Ehemann Markus Haas aus Hilden: "Wir sind leidenschaftliche Hildener und genießen solche Events. Die repräsentieren auch die Stadt. Zum Weinfest gehen wir immer an allen drei Tagen, das hat für uns Tradition. Blumen haben wir auch mitgenommen. Dass man nebenbei einkaufen kann, finden wir auch gut, weil das aus beruflichen Gründen unter der Woche nicht immer so einfach ist. Einerseits ist es verständlich, dass Menschen, die im Einzelhandel arbeiten, am Wochenende frei haben wollen. Andererseits müssen Mitarbeiter in der Gastronomie ja auch sonntags arbeiten. Zudem ist Hilden eine beliebte Einkaufsstadt, die zu solchen Anlässen immer wieder Gäste aus dem Umland anlockt."

„Dass die Geschäfte offen sind, ist auch gut, denn in der Woche bleibt oft wenig Zeit“, findet Karsten Gillmann. FOTO: Köhlen, Stephan

Das Ehepaar Heiner und Jutta Tutass aus Haan: "Uns interessieren die Modenschau und das Weinfest. Da sind wir im Grunde jedes Jahr dabei. Das schöne Wetter tut sein übriges, dass es ein gelungener Tag ist. Der verkaufsoffene Sonntag war für uns kein Antrieb."

Ingrid und Theo Herold aus Hilden: "Das Weinfest ist für uns ein Pflichtprogramm. Später werden wir aber auch mal an den Geschäften vorbeigehen, weil die ja an verkaufsoffenen Sonntagen oft spezielle Angebote haben. Das ist aber nicht der Hauptgrund, warum wir hier sind."

Hanne Olschewski (Monheim) mit Schwiegertochter Lillian Kahl aus Hilden: "Wir mögen Blumen sehr gern. Wir haben schon ein paar Gewürze gekauft, später wollen wir etwas trinken und noch in das eine oder andere Geschäft. Die Kombination der Events gefällt uns."

Quelle: RP
 
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