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Achtjährige in Hilden angegriffen
"Wer Kinder sexuell missbraucht, muss seinen Anspruch auf Bleiberecht verlieren"

Hilden. Die Stadt Hilden hat Stellung zu dem Missbrauchsfall im Stadtpark genommen, bei dem ein Flüchtling ein achtjähriges Mädchen sexuell missbraucht haben soll. Sozialdezernent Reinhard Gatzke reagierte bestürzt, die Flüchtlingsbeauftragte Michaela Neisser gab weitere Informationen bekannt.

Wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht, sei der Tatverdächtige ein 36 Jahre alter Iraker. Inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft. "Er ist seit Juli letzten Jahres in einem Übergangsheim in Hilden untergebracht", teilte die Flüchtlingsbeauftrage der Stadt Hilden, Michaela Neisser, mit.

Übergriff im Stadtpark

Laut Polizei habe der Mann am Freitagnachmittag im Stadtpark an der Hofstraße ein achtjähriges Mädchen sexuell missbraucht. Das Kind ging demnach mit einem Hund spazieren und wurde von einem unbekannten Mann angesprochen, der dort auf einer Parkbank saß. Als sich das Mädchen näherte, wurde es von dem Mann ergriffen, festgehalten und dabei auch unsittlich berührt. 

Sozialdezernent Reinhard Gatzke reagierte bestürzt. "Sexueller Missbrauch ist eine abscheuliche Tat und verdient harte Strafen", sagte er. Dass es in Hilden dazu gekommen sei, bedauere er zutiefst. "Ich bin froh, dass die Polizei so schnell und erfolgreich ermittelt hat. Wer Kinder sexuell missbraucht, macht sich strafbar und muss seinen Anspruch auf Bleiberecht verlieren."

"Arbeit darf nicht in Gefahr geraten"

Gatzke fürchtet nun allerdings um die Stimmung in der Stadt. "Dank des unermüdlichen Einsatzes von städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie von über 200 Ehrenamtlichen hat die Unterbringung der geflüchteten Menschen in Hilden bisher sehr gut funktioniert", sagte er. "Diese Arbeit darf nicht wegen des Verbrechens eines einzelnen in Gefahr geraten."

Neisser ergänzte, dass die Familie der Achtjährigen nicht in Vergessenheit geraten dürfe. "Neben dem Täter müssen wir aber auch und vor allem das Opfer und seine Familie im Blick haben", sagte die Flüchtlingsbeauftragte. "Sie haben unser tiefstes Mitgefühl und wir werden versuchen, ihnen jede Hilfe zukommen zu lassen, die sie brauchen."

(spol)
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