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Hilden
Kaninchenseuche - Tierheim schließt Kleintierhaus

Hilden: Kaninchenseuche ausgebrochen - Tierheim schließt Kleintierhaus
Zwei der 123 sichergestellten Kaninchen. FOTO: Staschik
Hilden. Das Tierheim Hilden hat das Kleintierhaus geschlossen und und die Vermittlung auf unbestimmte Zeit gestoppt. Grund ist, dass mehrere Kaninchen an der so genannten Chinaseuche erkrankt sind.

Mitte Juli nahm das Heim die 123 Tiere auf, die Amtstierarzt Paul Hagelschuer bei der Zwangsräumung einer Wohnung in Langenfeld sichergestellt hatte. Offenbar sind einige Tiere an "RHD2", der sogenannten Chinaseuche, erkrankt. Die Seuche sei hoch ansteckend, weshalb das Kleintierhaus unter Quarantäne gestellt werden müsse, teilte der Tier- und Naturschutzverein Hilden auf seiner Internetseite mit. In dem Text ist die Rede von einer "sehr traurigen und erschreckenden Nachricht".

"Rabbit Haemorrhagic Disease" (RHD) gilt als eine der gefährlichsten Kaninchenseuchen. Fast alle erkrankten Tiere sterben, nur wenige ungeimpfte Kaninchen überleben die Seuche. "Impfungen helfen nur vorbeugend", erläutert Hagelschuer: "Wenn Tiere erkrankt sind, kommt es zu Todesfällen. Es macht keinen Sinn, da reinzuimpfen."

1984 trat die bis dahin nicht bekannte Erkrankung erstmals bei Haus- und Farmkaninchen in der Volksrepublik China auf, die aus Deutschland stammten. Sie verbreitete sich seitdem weltweit und befällt nur Kaninchen."Wir hoffen von Herzen, dass unsere Schützlinge die schreckliche Seuche überstehen und in ein liebevolles Zuhause ziehen dürfen. Sie haben es sich wirklich verdient, nun endlich Ruhe zu finden", schreibt das Tierheim.

(cis)
 
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