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Hilden
Hildener Einbrecher muss ins Gefängnis

Hilden. Der Mann hatte im Juli 2015 einen Kiosk aufgebrochen. Das war nicht das erste Mal, dass er in Hilden auffällig wurde. Von Tanja Karrasch

Sechs Schachteln Zigaretten im Wert von 34 Euro waren die Beute seines Einbruchdiebstahls. Dafür muss ein 50-jähriger Hildener nun hinter Gitter. Er wurde nämlich bereits vor der Tat auf einem Parkplatz von Beamten in Zivilkleidung beobachtet, die zur Einbruchprävention in der Hildener Innenstadt unterwegs waren. Denen kam das Verhalten des Mannes verdächtig vor. Mehrmals sei er um drei Uhr nachts im Juli vergangenen Jahres um ein Auto gegangen, schilderte ein Beamter im Zeugenstand die Beobachtungen. Der in Hilden lebende Mann hatte sich daraufhin von seinem Fahrzeug entfernt, kurze Zeit später wurde in einem Kiosk an der Mittelstraße ein Alarm ausgelöst, ein Schloss aufgebrochen und die Zigaretten gestohlen.

Als der Verurteilte zu seinem Auto zurückkehrte und losfuhr, wurde er an der nahegelegenen Kreuzung von einem hinzugerufenen Streifenwagen angehalten.

Im Auto fanden die Polizisten eine Tasche mit Zigarettenschachteln, Handschuhe, eine Taschenlampe und sehr viel Werkzeug, darunter ein Ziehfix - damit können Schlösser geöffnet werden.

Vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Langenfeld stritt der Mann die Tat gestern ab. Mit dem Einbruch habe er nichts zu tun, die Zigaretten habe er gekauft. Freispruch forderte seine Verteidigerin, ein Jahr Gefängnis der Staatsanwalt.

Die Richter glaubten dem Mann nicht und verurteilten ihn zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Auf Bewährung konnte das Urteil nicht ausgesetzt werden, denn der Mann ist einschlägig vorbestraft, zahlreiche Einbrüche in Hilden und Umgebung gehen auf seine Kappe. Mehrere Male kam er mit Bewährungsstrafen davon. Das Gericht sei persönlich enttäuscht, sagte der Vorsitzende des Schöffengerichts zum Abschluss. Bei einer vorherigen Verhandlung vor dem Amtsgericht hatte der Verurteilte nämlich versichert, sich bessern zu wollen.

Unbelehrbare Wiederholungstäter wie der 50-Jährige stellen die Polizei immer wieder vor Probleme. Bewährungsstrafen scheinen oft nicht davor abzuschrecken, erneut auf Diebeszug zu gehen. Das richtige Strafmaß zu finden, sei die Aufgabe der Justiz, sagt Claudia Partha, Sprecherin der Polizei im Kreis. Die polizeiliche Arbeit sei mit der Festnahme abgeschlossen. Dennoch sei es erfreulich, wenn es auch mal zu "nicht unerheblichen" Strafen kommt. "Einbrüche sind ein zunehmendes Problem, auch und gerade im Kreis Mettmann", warnt die Sprecherin. Das nehme die Polizei sehr ernst, um auch das Sicherheitsgefühl der Bürger zu verbessern. Durch regelmäßige Streifenfahrten und die NRW-weite Kampagne "Riegel vor" soll die Zahl der Einbrüche gesenkt werden.

Quelle: RP
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