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Hildenerin macht sich für Kinder stark

Hilden: Hildenerin macht sich für Kinder stark
FOTO: Staschik Olaf
Hilden. Brigitte Höpfner organisiert zum 18. Mal in Folge ein Benefiz-Konzert, dessen Erlös Bedürftigen zugute kommt. Von Eike Hövermann

Mit dem Herz am rechten Fleck kann aus einer Bilanzbuchhalterin ganz nebenbei eine Konzertveranstalterin werden - einfach weil sie helfen wollte, sagt die Hildenerin Brigitte Höpfner. Das 18. Jahr in Folge wird am Montag, 17. Oktober, Höpfners ganz eigene Benefiz-Gala für rumänische Kinderheime im Foyer des Aalto-Theaters in Essen stattfinden.

Maßgeblich verantwortlich für die Organisation des klassischen Konzertabends mit gut zehn Musikern und rund 250 Gästen ist ausschließlich die bald 62-Jährige. Eine Ausbildung hat sie hierfür nicht, aber "ich kann sehr strukturiert denken", sagt Höpfner. Das helfe ihr, wenn sie sich im Vorfeld um das Anwerben der Musiker, die allesamt ohne Gage auftreten, die Pressearbeit, um Sponsoren für die Tombola, die Organisation der Technik und viele weitere Dinge kümmert.

Natürlich hat Höpfner schon sehr früh die klassische Musik lieben gelernt. Das hilft auch, außerdem hatte sie zur richtigen Zeit die richtigen Bekanntschaften und Ideen. Die international erfolgreiche Sopranistin Sue Patchell beispielsweise, die vor dem ersten Konzert 1998 wiederum eine Sängerin kannte, die gerne mitmachte. In ihrer Kirche hat Brigitte Höpfner zudem viel über Öffentlichkeitsarbeit gelernt. "Das hilft mir jetzt sehr bei den Vorbereitungen" - und außerdem könne sie gut unter Stress arbeiten, sagt sie.

Dass Brigitte Höpfner überhaupt ein Event ins Leben rief, das Geld für Kinder im fernen Rumänien zusammen-bringt, lag an einer Fernsehdokumentation, die sie 1996 sah. "Ich war erschüttert von den Zuständen." Enge, zerlöcherte Matratzen, Zustände, die die gelernte Bilanzbuchhalterin dazu brachten, zu handeln. "Ich habe begonnen, Sachspenden zu sammeln", erinnert sich Höpfner, und eh sie sich versah, fuhr die Helferin an Bord eines Lkw nach Rumänien und brachte Lebensmittel und Windeln mit. Zweimal war sie dort - dann fiel das Lager in Deutschland weg, eine weitere Lieferung wurde schwierig. "Da kam mir dann die Idee der Benefiz-Veranstaltung" - der Beginn von Höpfners zweiter Karriere im Projektmanagement. Warum Brigitte Höpfner viel Arbeit und Herz in die Vorbereitungen und den Benefizabend selbst steckt, ist für ihre Freundin Barbara Hübner leicht zu beantworten. "Sie ist sehr religiös und sie möchte den Menschen helfen", sagt die 67-Jährige. Und daher bemühe sie sich, jedes Jahr auch etwas Neues bieten zu können. "Daran arbeitet sie das ganze Jahr", erzählt Hübner. Zudem sei Höpfner "absolut zuverlässig." Das habe sich bereits vor Jahren bei der kirchlichen Zusammenarbeit gezeigt. Auch Barbara Hübner hilft mit, beispielsweise bei der alljährlichen Tombola, die den Benefizgästen attraktive Preise bietet. Ein Grund, warum sie leicht angespannt auf den 17. Oktober blickt. "Ich hoffe, dass alles klappt." Für den Benefizabend wichtig: Beide teilen die Vorliebe für klassische Musik. "Brigitte mag ja auch Volksmusik, aber da kriegt sie mich nicht hin", sagt Hübner mit einem Lachen. Die höchsten Benefizeinnahmen waren einmal 8000 Euro an einem Abend, erzählt Höpfner. "Die gehen an 'asirev', einen Verein, der sich für Straßenkinder in Rumänien engagiert." Dieser arbeitet wiederum mit dem Schweizer Verein 'Abandonati' zusammen, der die unterstützten Heime betreibt. Das Benefiz-Geld fließt in die Gesamtsumme ein und ist dann "in guten Händen", da ist sich Brigitte Höpfner sicher.

Das Benefiz-Konzert für Kinderheime in Ghimbav, Rumänien, beginnt am Montag, 17. Oktober, um 19.30 Uhr, die Tombola beginnt um 18.30 Uhr. Karten für 24,20 Euro gibt es unter www.aalto-theater.de und unter 0201 8122200.

Quelle: RP
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