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Hilden/Haan
Immobilien-Preise wachsen in den Himmel

Hilden/Haan: Immobilien-Preise wachsen in den Himmel
Die prominenteste Baustelle für neues Wohnen: der Jacobushof FOTO: Anja Tinter
Hilden/Haan. In Haan werden die höchsten Preise für Reihenhäuser aus zweiter Hand im ganzen Kreis erzielt. Der Gutachterausschuss im Kreis Mettmann hat seinen Bericht über den Grundstücksmarkt 2014 vorgelegt. Die RP fasst die wichtigsten Informationen für Hilden und Haan zusammen. Von Christoph Schmidt

Grundstücke Bei unbebauten Wohnbaugrundstücken ist Hilden weiterhin unter den teuersten Top-Ten-Städten in NRW, Haan knapp nicht mehr. In Hilden werden im Schnitt 400 Euro/m2 gezahlt (maximal 440 Euro/m2 an der Luisen-/Augustastraße), in Haan 395 Euro/m2 (maximal 470 Euro/m2 im Musikantenviertel). Hilden und Haan liegen damit auf dem Preisniveau (Durchschnittswerte 2013) von Dortmund und Meerbusch (440 Euro/m2) oder Bonn (430 Euro/m2). In allen untersuchten Kreisstädten (ausgenommen Velbert und Ratingen) sind - bis auf Alt-Erkrath - die Preise 2014 gestiegen, in Hilden um 30 Euro/m2.

Citygrundstücke Die Mittelstraße in Hilden ist mit 1100 Euro/m2 das teuerste Pflaster im Kreis, in der Haaner Innenstadt werden für Geschäftsgrundstücke zwischen 280 bis 500 Euro/m2 verlangt.

Neubauten In der Regel werden die bebauten Grundstücke über Bauträger verkauft. Überwiegend werden Doppelhaushälften errichtet. In Hilden wurden im vergangenen Jahr keine Kaufpreise für Neubauten registriert, in Haan wurde eine Doppelhaushälfte für 393 000 Euro verkauft.

Einfamilienhäuser gebraucht Für Reihenhäuser aus zweiter Hand wurden in Haan im vergangenen Jahr die höchsten Preise im Kreis (278 000 bis 282 000 Euro) gezahlt, für eine Doppelhaushälfte 304 000 Euro und für ein freistehendes Einfamilienhaus 405 000 Euro. In Hilden kosteten Reihenhäuser 244 000 bis 263 000 Euro, eine Doppelhaushälfte 316 000 Euro und ein freistehendes Einfamilienhaus 418 000 Euro. Eigentumswohnungen neu Hilden liegt (mit Langenfeld und Ratingen) unter den teuersten Top-Ten-Städten in NRW. Hier werden 3230 Euro/m2 bezahlt, das war 2013 der Spitzenreiter im Kreis Mettmann (Durchschnittswerte 2013). Hilden lag damit auf dem Niveau von Münster (3170 Euro/m2) und Köln (3110 Euro/m2). 2014 zogen die Preise um rund acht Prozent an. Für Hilden ermittelte der Gutachterausschuss einen Durchschnittswert von 3020 Euro/m2, für Haan 2910 Euro/m2. Das ist der niedrigste Durchschnittspreis für Neubauwohnungen im Kreis. Spitzenreiter ist Langenfeld mit 3330 Euro/m2.

Eigentumswohnungen gebraucht Baujahr, Zustand, Größe, Lage: All das bestimmt den Preis von Eigentumswohnungen aus zweiter Hand mit. Für Hilden ermittelten die Gutachter einen Durchschnittswert von 1600 Euro/m2), nach Langenfeld (1650) der höchste Preis im Kreis. In Haan werden 1310 Euro/m2 verlangt und bezahlt.

Trends Etwa 50 Prozent des Marktgeschehens spielte sich im Südkreis, in Langenfeld, Heiligenhaus, Monheim, Mettmann, Hilden und Haan ab. Die niedrigsten Preis für gebrauchte Eigentumswohnungen erzielen Häuser, die zwischen 1970 und 1979 errichtet wurden. Das sei auf den schlechten Ruf dieser Objekte zurückzuführen, erläutert Wolfgang Schwandke, Vorsitzender des Gutachterausschusses. Eigentumswohnungen in Hochhäusern sind im Schnitt 40 Prozent günstiger als Wohnungen in kleinen Einheiten. Die Käufer achteten verstärkt auf Qualität und ein attraktives Umfeld. Bis 2000 wurden vorwiegend 2-3-Zimmer-Wohnungen gebaut. Heute geht der Trend zu 3-3,5-Zimmer-Wohnungen. Gegenüber 2000 ist die durchschnittliche Wohnungsgröße um 18 Prozent gestiegen (von 79 bis 92 m2).

Quelle: RP
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