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Hilden/Haan
Impfschutz vor den Ferien überprüfen

Hilden/Haan. Kreis Mettmann führt Kampagne in den vierten und neunten Klassen der Schulen durch. Von Christoph Schmidt

Wenn Menschen auf Reisen gehen, dann reisen in manchen Fällen auch krankmachende Keime mit ihnen zurück nach Hause. So können in Deutschland Erkrankungen auftreten, die hier schon lange nicht mehr aufgetaucht sind. In regelmäßigen Abständen sind daher Auffrischungen der bereits erfolgten Impfungen notwendig. Um Impflücken zu schließen und auf noch nicht erfolgte Impfungen hinzuweisen, checkt das Kreisgesundheitsamt Mettmann demnächst erneut den Impfstatus von Mädchen und Jungen in allen vierten Klassen der Grundschulen und in den neunten Klassen der Haupt- und Förderschulen. Das sollten übrigens alle vor den Sommerferien tun, ganz egal, ob die Ferien zuhause oder auf Reisen verbringen.

Aktuell empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) für Kinder bis zwölf Jahre vor allem diese Kombinationsimpfungen: 6-fach-Kombinationsimpfstoff gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Kinderlähmung (Polio), Keuchhusten (Pertussis), Haemophilus influenzae Typ b (Hib), Hepatitis B. Für die 6-fach-Impfung sind vier Impftermine (zwischen Ende des zweiten Lebensmonats und Ende des ersten Lebensjahres) vorgesehen. Empfohlen wird auch der Kombinationsimpfstoff gegen Mumps, Masern, Röteln und gegebenenfalls Windpocken. Für einen lang anhaltenden, sicheren Schutz sollten einige Impfungen im Alter zwischen 5 und 6 Jahren noch einmal aufgefrischt werden, sagt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Hierzu zählen die Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie und Keuchhusten (Pertussis). Auch für diese Auffrischungen stehen Kombinationsimpfstoffe zur Verfügung. Einige Impfungen gegen schwere und ansteckende Infektionserkrankungen - wie die Impfungen gegen Kinderlähmung (Polio), Keuchhusten (Pertussis) und Tetanus - müssen aber bei Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren aufgefrischt werden, damit der Schutz sicher bestehen bleibt. Mädchen und jungen Frauen wird im Alter von 9 bis 14 Jahren der Aufbau des Impfschutzes gegen Humanen Papillomviren (HPV), die später Gebärmutterhalskrebs verursachen können, empfohlen. Die Kosten für alle von der Ständigen Impfkommission für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren empfohlenen Impfungen übernimmt in der Regel die Krankenkasse.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt aber auch Erwachsenen, den eigenen Impfschutz regelmäßig prüfen zu lassen - spätestens alle zehn Jahre. Dazu geht man/frau mit dem Impfpass zum Hausarzt. Für bestimmte Auslandsreisen werden besondere Impfungen empfohlen. Ganz wichtig: Reisende sollten sich frühzeitig informieren und impfen lassen, damit der Impfschutz bei der Reise auch tatsächlich besteht.

Quelle: RP
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