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Hilden
Industrie-Verein feiert sein 60-Jähriges

Hilden: Industrie-Verein feiert sein 60-Jähriges
Jörg Becklas, Olaf Tkotsch, Michael Bongers und Michael Kleinbongartz – der aktuelle ist der erste Vorstand des Industrie-Vereins, dessen Mitglieder jünger sind als der Verein selbst. FOTO: Staschik, Olaf
Hilden. Mit einem Empfang im Gewerbepark Süd erinnerten amtierende und ehemalige Vorstände an bewegte Zeiten. Von Alexandra Rüttgen

Norbert B. Roth wirkte sichtlich bewegt, als er sich in seiner Ansprache zum 60. Geburtstag des Hildener-Industrie-Vereins an seine eigene, 20-jährige Amtszeit erinnerte: "Ich war immer stolz, Euer Vorsitzender zu sein", sagte er. "Es war eine schöne und spannende Zeit."

Der Hildener Industrie-Verein feierte gestern im Kunstraum des Gewerbeparks Süd sein 60-jähriges Bestehen. Über 160 Gäste hatten laut Geschäftsführer Hans-Ulrich Peters ihr Kommen zugesagt, darunter Bürgermeisterin Birgit Alkenings und ihre Stellvertreter Norbert Schreier und Marianne Münnich, Landrat Thomas Hendele, die Bundestagsabgeordnete Michaela Noll (CDU), die Landtagsabgeordneten Manfred Krick und Jens Geyer (beide SPD) sowie Hildens ehemalige Bürgermeister Horst Thiele und Günter Scheib.

In ihrem Grußwort erinnerte Alkenings an den Strukturwandel in Hilden, den der Industrie-Verein begleitete; darunter der Niedergang der Textil-Industrie und die Umwandlung von Brachen in neue Gewerbestandorte. Von den fünf Unternehmen, die die Gründer der "Vereinigung Hildener Fabrikanten" Dr. Hugo Glasmacher, Paul Schiegries, Gert Spindler, August Vollmer und Walter Wiederhold einst repräsentierten, gebe es als Nachfolgerin der Firma Wiederhold nur noch die Firma Akzo Nobel.

1965 wandelte die Vereinigung ihre Bezeichnung zudem in "Hildener Industrie-Verein" um. Der ist laut Roth über die Jahre gewachsen: Zählte er vor 20 Jahren noch 30 Mitglieder, deren Betriebe 3000 Mitarbeiter beschäftigten, so sind es aktuell 98 Unternehmer mit 8000 Beschäftigten und bis zu 400 Ausbildungsplätzen. "Wirtschaft lebt vom Wandel", betonte Alkenings. Ohne ihn hätte sich die Stadt Hilden auch dank ihrer leistungsfähigen Wirtschaft nicht zu dem attraktiven Standort entwickeln können, der sie heute ist. Alkenings hob das Engagement des Vereins hervor, wie Konjunkturumfrage, Unternehmertag, Förderung von Schüleraustausch und Ausbildungsbörse, der Feuer- und der Jugendfeuerwehr.

Landrat Thomas Hendele bat den Industrieverein in seiner Ansprache darum, "dass sich der Industrie-Verein auch auf Kreisebene einbringt" und forderte die Unternehmer auf, bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen mit der Bereitstellung von winterfesten Räumen sowie Arbeitsplätzen zu helfen. Nachdem Vorsitzender Michael Kleinbongartz in seiner Rede einen Parforce-Ritt durch EU- und Bundespolitik absolviert hatte, trug er Norbert Roth den Ehrenvorsitz an. Vor und nach dem offiziellen Teil taten die Unternehmer dann das, warum sie erklärtermaßen Mitglied im Verein sind: netzwerken. "Andere treffen, die gleiche Ideen und Probleme haben" - das habe sie zum Verein gebracht, sagte Gabriela Hoffmann von der Trenz Steuerberatungs- und Rechtsanwaltskanzlei, stellvertretend für viele weitere, die noch lange beisammenstanden.

Quelle: RP
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