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Heimat erleben in Hilden
"Irgendwo bin ich immer beschäftigt"

Heimat erleben in Hilden: "Irgendwo bin ich immer beschäftigt"
Wo immer sie gebraucht wird, springt Doris Edelburg ein. Wegen ihrer Erkrankung kann sie nicht mehr aktiv Tennis spielen. Aber alle Vereinsmitglieder wissen: Sie können auf Doris Edelburg zählen. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Seit mehr als 30 Jahren ist Doris Edelburg aktiv im TC Hilden. Sie ist die gute Seele des Vereins. Von Eike Hövermann

Doris Edelburg kann mit anpacken - trotz ihres Alters, trotz ihrer Erkrankung. Sie hilft, wo es nur geht und das mit Kompetenz: "Alles was ich angehe, klappt auch irgendwie", sagt die 69-Jährige von sich selbst.

Das war schon früher so, im Arbeitsleben. Denn auch ohne Ausbildung fand sie sich gut zurecht, die "gute Seele" des TC-Hilden, wie Doris Edelburg gerne bezeichnet wird. Seit 31 Jahren ist die aufgeweckte Seniorin hier Mitglied. "Seit 2000 so richtig aktiv", sagt sie und meint damit, dass sie seitdem in Rente ist und daher mehr Zeit hat. Denn trotz ihrer Parkinson-Erkrankung steht die passionierte Ehrenamtlerin mitten im Leben. Ihre Krankheit hat sie vor allem durch Sport und gesunde Ernährung in den Griff gekriegt. Und auch wenn sie heute nicht mehr Tennis spielen kann, im Fitnessstudio ist sie dennoch ein bis zweimal in der Woche.

"Wenn was ist, Doris fasst mit an", weiß auch Ellen Weyand, die die Öffentlichkeitsarbeit für den Tennisclub übernimmt. Edelburgs Aktivitäten beim TC-Hilden kann man nicht mal mehr an zwei Händen abzählen. Als erste Vorsitzende des Fördervereins "Tenniskids" macht sie Kinderbetreuung in den Ferien, Bastelangebote zu Ostern oder Weihnachten. Wenn es sein muss, übernimmt sie auch mal die Vertretung in der clubeigenen Gastronomie. Ihr Tagesgeschäft ist die Vermietung der Plätze. Auch für die Jugend setzt sie sich ein: Als den jüngeren Tenniseleven mal das Geld für den Platz fehlte, hat sie kurzerhand einen Weihnachtsmarktstand organisiert, so war der Platz gesichert. "Doris ist immer ansprechbar", erzählt Club-Kollegin Weyand. "Sie erledigt viele Dinge, für die sonst niemand zuständig wäre", und wenn sie selbst mal keine Zeit hat, Fotos für den Club zu machen, übergibt sie die Kamera mit gutem Gewissen an die "gute Seele". Dieser ist in diesem Jahr dann noch ein großer Coup gelungen, indem sie ihren Bekannten Manes Meckenstock mit seinem Programm in den Tennisclub geholt hat. In den Vorjahren spielte er in größeren Sälen, auch in Hilden. "Aber da hatten sie dieses Jahr keine Termine für ihn, jetzt spielt er an zwei Abenden bei uns", erzählt Edelburg nicht ohne Stolz. Kabarettist und Moderator Meckenstock bewundert seinerseits Edelburgs Einsatz. "Von ihrem sozialen Engagement lässt sich Doris auch durch ihre Parkinson-Erkrankung nicht abbringen", freut er sich. Edelburg unterstützt ihn in Düsseldorf auch bei Versteigerungen für Kinderhospiz und Kinderschutzbund.

Ausgelastet ist die rüstige Rentnerin damit noch nicht. Seit vier Jahren ist sie als Ehrenamtlerin auch beim Hildener Stadtmarketing aktiv. Außerdem hat sie ja auch noch ein Zuhause, kümmerst sich dort um ihren Garten und ihr Hobby: Perlenketten basteln.

Quelle: RP
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