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Hilden
Itterbühne: Die Hildener lieben ihren Eiermeier

Hilden: Itterbühne: Die Hildener lieben ihren Eiermeier
Editha und Jürgen Laws sowie Ilona und Uwe Theophil gehörten zum Publikum und amüsierten sich prächtig. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Kult ist die Laientheatergruppe Itterbühne schon lange. Sie gehört zu Hilden. Darum ist es beinahe selbstverständlich, dass alle vier Veranstaltungen im Heinrich-Strangmeier-Saal im "Alten Helmholtz" an der Gerresheimer Straße am Wochenende ausverkauft waren. "Eiermeiers Kurschatten" von Erika Elisa Karg stand in diesem Jahr auf dem Programm. Nach 20 Jahren Itterbühne wurde dieses Stück in diesem Jahr zum zweiten Mal aufgeführt. Neu inszeniert hatte es Regisseur Andreas Brieden. Und alle Aktiven vermittelten eine Spielfreude, die das Publikum sofort ansteckte. Von Gundel Seibel

Als Brieden vor Beginn des Stücks am Samstagabend dem Publikum mitteilte, dass die Rolle der Lilo Puppe, bisher gespielt von Sabine Robrecht, wegen Krankheit anders besetzt werden musste, waren alle erst einmal gespannt, wie diese Situation gemeistert werden konnte. Karen Fricke, die an diesem Abend Mutter Adele Mayer spielte, besetzte einfach zwei Rollen. Als mannstolle Lilo benutzte sie das Textbuch, den Adele-Text kannte sie ja schon. Einfach genial. Denn Karen Fricke und auch alle ihre Schauspiel-Kollegen bewältigten kleine Textpannen so brillant und komisch, dass die Zuschauer ihr Vergnügen hatten. Damit nur ja niemand vergaß, wen sie gerade spielte, hielt sie Hinweisschilder mit "Mama" oder "Lilo" hoch. Der Gag war perfekt. "Man sieht, dass sie bei ihrem Spiel großen Spaß haben", sagte dazu Carina Laws aus Langenfeld. Zusammen mit ihren Eltern Editha und Jürgen Laws war sie schon um 17.30 Uhr im "Alten Helmholtz", um auch wirklich die erste Sitzreihe belegen zu können.

Schnell hatte sich die Tochter von den Eltern für die Laienspieltheater-Aufführung begeistern lassen. "Früher haben wir die Aufführungen im Bürgersaal erlebt", sagte Jürgen Laws. Es sei immer wieder erfrischend, die Akteure der Itterbühne zu erleben, fügte der Hildener hinzu. Mit in der ersten Reihe saßen Ilona und Uwe Theophil, die sich besonders für den Schauspieler Witold Fassbender begeisterten, der die Rolle des stotternden Liebhabers Alfons Mayer spielte. Uwe Theophil konnte sich erinnern, dass Fassbender in früheren Jahren die Rolle eines schwulen Franzosen gespielt hatte. Auch damals hatte Theophil sich köstlich amüsiert. Ein Debüt als Itterbühnen-Besucherin erlebte Zita Falussy. Die elfjährige Schülerin der Marie-Colinet-Gesamtschule war am Samstagabend mit ihren Eltern gekommen. Ein Theaterabend sei eben etwas Besonderes, sagte Zita, und genoss die Gemeinschaft mit Mama und Papa.

Am 24. und 25. Februar 2018 wird das Stück im "Alten Helmholtz" wiederholt. Auch nach Haan kommt die Gruppe zu einer Aufführung, denn einige begeisterte Laienspiel-Aktive kommen auch aus Haan. "Wir benötigen dringend Unterstützung für den Bühnenbau", sagt Hilmar Wilde, der liebevoll detailreiche Kulissen gestaltet hatte.

Quelle: RP
 
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