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Hilden
Itterfest-Erfinder Horst Welke ist am Samstag verstorben

Hilden. Die Hildener Liberalen trauern um Horst Welke. Er ist am Samstagmorgen im Alter von 84 Jahren im Hildener Krankenhaus eingeschlafen, teilt FDP-Fraktionsvorsitzender Rudolf Joseph mit. Mehr als 30 Jahre hat er im Hildener Stadtrat Politik gestaltet, war das Markenzeichen der Hildener Liberalen. Welke war 32 Jahre Vorsitzender der Hildener Werbegemeinschaft und hat das Itterfest und den Weihnachtsmarkt erfunden. 2013, zu seinem 80.

Geburtstag, überreichte Landrat Thomas Hendele ihm die Ehremedaille des Kreises Mettmann - "die einzige Auszeichnung, die er noch nicht hat". Die Stadt Hilden hatte Horst Welke bereits mit allen Auszeichnungen gedankt, die sie zu vergeben hat. Welke habe die herausragende Fähigkeit ausgezeichnet, gegen etwas zu sein und dann doch zustimmen zu können, hatte Bürgermeister Horst Thiele damals ganz richtig bemerkt. Das stimmt: Man konnte mit Horst Welke ringen und streiten - aber danach konnte man sich auch in die Augen sehen und zusammen ein Bier trinken.

Das Itterfest und den Weihnachtsmarkt hatte er erfunden, um die Weihnachtsbeleuchtung für die Innenstadt zu finanzieren. Das ständige Betteln um Spenden bei den Einzelhändlern sei sehr mühsam und unbefriedigend gewesen, hat Horst Welke einmal erzählt. Deshalb habe er Spanplatten gekauft. Bundeswehr-Pioniere der waldkaserne hätten daraus die ersten Buden gezimmert. So fing alles an. Den Vorsitz der Werbegemeinschaft gab Horst Welke erst mit 77 Jahren ab.

Seit 1998 hatte die Werbegemeinschaft das Carnevals Comitee Hilden mit den Einnahmen aus beiden Volksfesten (36.000 Euro) unterstützt. Die Hildener Karnevalisten dankten Horst Welke dafür mit der Ehrenmitgliedschaft im CCH.

(cis)
 
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