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Gruiten
Jede Menge Schotter

Düsseldorf. Heute Abend soll die Stützwand für die künftige Brückenstraße in Gruiten vollendet sein. Das 8,3 Millionen Euro teure Straßenbauprojekt liegt im Zeitplan. Die Kreisstraße 20n soll im September 2009 befahrbar sein. Von Ralf Geraedts

Seit Wochen kurven riesige Lastwagen über die Baustelle neben dem Gleiskörper an der Brückenstraße und kippen Schotter und Bodenmaterial ab. Wenn auch heute alles nach Plan läuft, wird am Abend die neue 125 Meter lange und bis zu elf Meter hohe Stützwand fertiggestellt sein, die später die bis zur neuen Kreisstraße 20 (K20n) führende Brückenstraße tragen wird. „Dann fehlen nur noch eine etwa 30 Zentimeter dicke Kappe und das Geländer“, erklärte Nico Leonhardt, Projektleiter beim Regiebetrieb Gebäude und Straße des Kreises. Noch bis zum Jahresende werden die Kanalleitungen verlegt und das künftige Straßenstück für Baufahrzeuge befahrbar gemacht.

„Bewehrte Erde“ heißt die Technik, in der die neue Böschung hergestellt wurde. Die Beton-Wabenplatten sind mit Eisen weit im Erdreich verankert. Rund 11 000 Kubikmeter Schotter halten die Stahlstäbe. Zu den Häusern hin wurden weitere 4000 Kubikmeter Boden eingebaut und verdichtet. „Das ist eine französische Erfindung“, sagte Leonhardt. Und daneben um etwa ein Fünftel günstiger herzustellen als die ursprünglich geplante Ausführung mit einem großen Betonwinkel.

Brückenbau erst im Frühjahr 2008

Die Brücke über die Bahnstrecke wird erst im nächsten Frühjahr gelegt. Zuvor muss die Bahn die Oberleitungen tiefer hängen. Auch die Widerlager und zwei Stützpfeiler zwischen den Gleisen müssen gegossen werden, bevor riesige Fertigteile am Kranhaken in ihre Postion schweben. Eigentlich war vorgesehen, die Brückenlager schon in diesem Sommer zu bauen. Allerdings meldete eines der Unternehmen aus der Arbeitsgemeinschaft vorläufige Insolvenz an. Jetzt muss eine neue Firma gefunden werden, was allerdings am Gesamtzeitplan nichts ändert. Danach ist weiterhin das Ziel, die neue Straße im September 2009 fertigzustellen.   Wahrscheinlich erst 2008 werden die Baumaschinen auch südlich des Bahnkörpers den Abschnitt bis zur Gruitener Straße in Angriff nehmen, schätzt Leonhardt.

Ampel an der Brücke Hochstraße

Die alte Brückenstraße wird später mit einem kleinen Schlenker auf die Trasse oberhalb der Gleise geführt. Momentan wird geprüft, wie eine Ampel an der Ecke Hochstraße/Brückenstraße konzipiert sein muss. „Immerhin handelt es sich hier um einen Schulweg“, sagte Leonhardt. Die Einmündung der Brückenstraße in die K20n ist ohne Ampel geplant.

Noch bis Ende Oktober sollen im Bereich des Kreisverkehres an der Vohwinkeler Straße die Gehwege (zwischen Wanderparkplatz und Getränkeverlag) hergestellt und die Fahrbahn für Baufahrzeuge asphaltiert werden.

Quelle: RP
 
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