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Interview mit Karl-Heinz Bruser
"Jeder Mensch sollte Sport treiben"

Interview mit Karl-Heinz Bruser: "Jeder Mensch sollte Sport treiben"
Ist bei der SGL organisatorisch hochaktiv und jetzt auch beim Kreissportbund: Karl-Heinz Bruser. FOTO: Matzerath
Hilden. Der neue Vorsitzende des Kreissportbunds ist auch für den Schulsport zuständig und unterstützt den Offenen Ganztag.

Karl-Heinz Bruser (75) aus Langenfeld, seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlicher Sportfunktionär, ist zum Vorsitzenden des Kreissportbundes gewählt worden. Wir sprachen mit ihm über sein Engagement und die Aufgaben des Kreissportbundes.

Herr Bruser, der neue Posten ist nicht der einzige im sportlichen Bereich, den Sie zurzeit bekleiden?

Bruser Nein, ich bin auch Ehrenvorsitzender der Sportgemeinschaft Langenfeld, übrigens mit 9000 Mitgliedern der größte Sportverein im Kreis, und Vorsitzender des Stadtsportverbandes Langenfeld.

Eine Menge Arbeit, und jetzt haben Sie sich noch mehr aufgebürdet.

Bruser Ja, das ist schon fast ein Vollzeitjob. Aber das ist keine Arbeit für mich, das macht mir einfach sehr viel Spaß.

Was treibt Sie an?

Bruser Jeder Mensch sollte Sport treiben. Vereinssport hat für mich einen ganz hohen Stellenwert. Vor allem für Kinder und Jugendliche. Nicht nur wegen der sportlichen Leistung, sondern wegen des sozialen Verhaltens, das man im Verein sehr früh lernen kann. Das ist Aufgabe des Sports, und dafür engagiere ich mich. Und damit das alles rund läuft, habe ich mich in diese Positionen wählen lassen.

Es gibt einen Stadtsportverband und einen Landessportbund. Braucht man dazwischen unbedingt noch einen Kreissportbund?

Bruser Absolut, der Kreissportbund ist unverzichtbar. Wir werden als Zusammenschluss der Städte im Kreis stärker wahrgenommen. Zum Beispiel, wenn es um Zuschüsse geht. Es gibt einfach immer zu wenig Geld für den Sport. Und da ist das Verteilen ein Kampf. Wir sind auch das Bindeglied zur Politik.

Was sind weitere Aufgaben gerade des Kreissportbundes?

Bruser Über das Genannte hinaus kümmern wir uns um die Aus- und Fortbildung von Übungsleitern und bieten in manchen Städten sogar Kurse im Gesundheitssport an. Auch die Sportlerehrung gehört zu unseren Aufgaben. Und wir fördern Projekte, die über die Stadtgrenzen hinausgehen, wie "Integration durch Sport", "Bewegt gesund bleiben" und "Bewegt älter werden in NRW". Die Liste ließe sich noch verlängern.

Wovon hängt es ab, wer wie viel Geld kriegt?

Bruser Von der Größe des Vereins und von den Leistungen seiner Abteilungen.

Der Kreissportbund kümmert sich auch um den Schulsport. . .

Bruser Wir richten Schulwettkämpfe aus und helfen beim Sportangebot im Offenen Ganztag. Wir können beraten, und unsere Trainer sind eingebunden.

Das ist eine Menge. Bleibt Ihnen noch Zeit, selbst Sport zu treiben?

Bruser Höchstens für ein bisschen Fahrradfahren im Studio. Eigentlich müsste ich mal wieder etwas mehr machen. Früher habe ich Fußball gespielt und war als Leichtathlet aktiv. Aber ich bin von Natur aus ein bisschen faul. Sportlich aktiv sind in meiner Familie eigentlich nur meine Enkel. Mein Enkel spielt Fußball, und die Enkelin ist Leistungsturnerin. Da bin ich oft bei Wettkämpfen dabei.

ISABELL KLAAS STELLTE DIE FRAGEN.

Quelle: RP
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