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Kreis Mettmann
Jetzt kann die Heizung in die Sommerpause gehen

Kreis Mettmann. Die Sommerzeit hat begonnen Was bei Funkuhren und digitalen Geräten automatisch ablief, sollte bei der Heizung unbedingt per Hand nachgestellt werden. "Im Frühling an die Heizung zu denken, spart Energie und Geld", sagt Peter Wobbe-von Twickel vom Umweltamt Kreis Mettmann. "Wer die Zeitschaltuhr der Heizung auf die Sommerzeit umstellt, passt damit die Heizungslaufzeiten an und erreicht, dass nur dann geheizt wird, wenn die Wärme im Haus wirklich benötigt wird." Und eben nicht am Abend eine Stunde zu lang. Das bedeutet keinerlei Komfortverlust, sondern bloß ein Plus im eigenen Portemonnaie Von Valeska von Dolega

Überhaupt kann man in Wohn- und Arbeitszimmern nachts díe Temperatur um vier bis fünf Grad senken. Aber nicht mehr, dann das Wiederaufwärmen würde mehr Energie kosten als in der Nachtphase eingespart wurden. Wer nachts die Rollläden schließt, senkt den Wärmeverlust durch das Fenster um rund 20 Prozent, hat das Umweltbundesamt ausgerechnet. Dass Möbel und Vorhänge Heizkörper nicht bedecken oder verstellen, weil sie die Wärme sonst zurückhalten, ist ebenfalls bekannt. Und oft kann man auch an der Temperatur drehen: Schon ein Grad im Zimmer weniger verträgt jeder, und das allein spart rund sechs Prozent Heizkosten nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur "Wenn Sie schon mal an der Heizung sind, prüfen Sie die Laufzeiten insgesamt", rät Wobbe-von Twickel weiter. Zur Heizungsoptimierung lauten seine Tipps: "Informieren Sie sich bei Ihrem Installateur über einen Austausch der Regeleinheit, gegebenenfalls auch mit Steuerung über eine Internet-App. Derlei Aufrüstung ist übrigens auch bei alten Heizungen möglich. Übrigens lassen sich mit Thermosthatventilen ebenfalls brauchbare Ergebnisse erzielen, wie Mitarbeiter der Verbraucherzentrale betonen. Selbst in Mietshäusern können Bewohner ihre eigenen Thermostatventile installieren, sie gibt es ab etwa 30 Euro im Handel." Auch die Einstellung der Heizkurve sei eine Sache für den Fachmann. "Lassen Sie sie beim nächsten Wartungstermin überprüfen." Wer über einen Regler mit Wochenprogramm verfügt, sollte unterschiedliche Absenkzeiten für beispielsweise Arbeitstage und Wochenenden einstellen. Und bei längerer Abwesenheit sollten diese Absenkzeiten dauerhaft programmiert werden. "Vielleicht kann die Anlage im Sommer auch ganz abgestellt werden", sagt Wobbe-von Twickel. Für eine lange Lebensdauer und einen energieeffizienten Betrieb sollte die regelmäßige Wartung der Anlage nicht zu kurz kommen.

Im "System Heizung" schlummern enorme Einsparpotenziale, die sich oft mit geringem Aufwand ausschöpfen lassen. Weitere Infos in der Broschüre "Altbau neu" (www.alt-bau-neu.de/kreis-mettmann").

Quelle: RP
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