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Hilden
Jugendamt will Eltern von sich überzeugen

Hilden: Jugendamt will Eltern von sich überzeugen
FOTO: Staschik, Olaf (ola)
Hilden. Unter dem Motto "Groß werden mit dem Jugendamt" stehen elf Veranstaltungen im Oktober, mit denen die Behörde für sich wirbt. Von Ilka Platzek

Jugenddezernent Reinhard Gatzke sagt es nicht so deutlich, aber es ist klar, worum es geht: Für viele Eltern ist das Jugendamt die Behörde, die sie kontrolliert und auch schon mal die Kinder wegnimmt. Kein Amt, mit dem man freiwillig etwas zu tun haben will. Sicher ein Grund, im Oktober bundesweit Aktionswochen zu starten unter dem Motto: "Groß werden mit dem Jugendamt". 600 Jugendämter wollen auf ihre Leistungen aufmerksam machen und für sich werben. Das Hildener Jugendamt ist eins davon und der Dezernent bezeichnet es als ein "wichtiges Amt, das seine Arbeit transparenter machen will. Ein Amt mit kompetenten Mitarbeitern, die helfen können und gefragt werden sollten". Schon längst sei das Jugendamt keine Behörde mehr, sondern ein Dienstleistungsunternehmen.

Da diese Botschaft bei großen Teilen der Bevölkerung offenbar noch nicht angekommen ist, hat Jugendamtsleiterin Noosha Aubel "elf Veranstaltungen zusammengestellt, in denen wir einen Querschnitt unseres Angebots präsentieren. Theater- und Infoabende, Graffiti-Projekte und Ausstellungsbesuche." Ein Highlight ist für sie der Tag der offenen Tür am Donnerstag, 15. Oktober. Von 15 bis 18 Uhr lädt das Jugendamt zum "Spiel des Lebens" ein. Besucher, die mitmachen, bekommen eine neue Identität und Aufgaben, die sie lösen müssen. Aubel gibt ein Beispiel: "Sie sind Eltern mit zwei Kindern und denken über ein drittes nach. Außerdem suchen Sie einen Betreuungsplatz für Ihre Tochter." Die Idee dahinter: Wer sich durch den Behörden-Dschungel schlägt, erkennt die Schwachstellen. "Wir hoffen, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und durch dieses Feedback Fehler zu erkennen, die wir dann korrigieren können."

Die Eltern von Schulanfängern und Schülern will die Psychologische Beratungsstelle am 26. Oktober in der Aula der Wilhelm-Hüls-Schule (Augustastraße 29) erreichen. "Lernen, wie geht das eigentlich?" lautet die Frage, auf die Psychologe Friedhelm Topp Antworten hat. Außerdem will er über "Entwicklungsauffälligkeiten bei der Einschulung" reden - welche es gibt und woran man sie erkennt.

Sascha Göbeler von der aufsuchenden Jugendarbeit will mit den Kids Graffiti produzieren: "Unsere letzten Aktionen haben gezeigt, dass es auch Graffiti gibt, die als Wohltat empfunden werden und hässliche Ecken aufwerten." Gesprayt wird am 24. Oktober ab 11 Uhr an der Unterführung Mettmanner Straße.

Für alle Veranstaltungen bittet das Jugendamt um Anmeldungen. Unter www.hilden.de/grosswerden findet sich das komplette Programm inklusive aller Anmeldeadressen.

Quelle: RP
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