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Hilden
Jugendwerkstatt "Bildung hoch drei" hilft auch bei der Jobsuche

Hilden. Ausbildungsbegleitende Hilfen sollen Azubis dabei helfen, schulische oder persönliche Probleme zu bewältigen. Von Dorothee Schmidt-Elmendorff

Der Verbund "Bildung hoch 3 gemeinnützige GmbH" (Bildung³), der die Jugendwerkstätten Hilden und Monheim sowie die Gemeinnützigen Gesellschaft gegen Arbeitslosigkeit mbH Langenfeld (GGA) angehören, erweitert ihre Arbeit. "Wir wollen in dieser Verantwortungsgemeinschaft Fachkompetenz zusammenführen. Während wir mit den Bereichen Holz und Malerei bisher nur ein Nischenangebot vorhalten konnten, können wir uns nun auch an überörtlichen Ausschreibungen beteiligen", erklärt Simone Feldmann, Leiterin des Bereichs Kinder, Jugend und Familie. In der Jugendwerkstatt Monheim können dank der Kooperation neuerdings auch ausbildungsbegleitende Hilfen angeboten werden. Sie richten sich an Jugendliche, die Gefahr laufen, ihre Ausbildung nicht erfolgreich abschließen zu können. Gründe können neben schlechten Berufsschulnoten auch private Probleme wie Schulden oder Drogen sein. Sie erhalten dann Stützunterricht und eine sozialpädagogische Begleitung. Auch das vom Land geförderte Programm "Jugend in Arbeit plus" ist in der Jugendwerkstatt etabliert worden. Die Sprechstunden hält die von der gGmbH Bildung³ eigens dafür eingestellte Sozialpädagogin (auf halber Stelle) ab. Ziel ist es, erwerbslose Jugendliche oder junge Erwachsene unter 25 Jahren bei der Suche und dem Einstieg in eine passgenaue Beschäftigung zu begleiten. "Zugewiesen werden die Jugendlichen durch das Jobcenter oder von der Arbeitsagentur", erklärt Feldmann. Ziel der Fusion war es laut Bildung3-Geschäftsführer Olaf Schüren auch, Strukturen vor Ort zu erhalten, denn "unsere Klientel hat keine Lobby". So wurde in der seit Anfang 2014 verwaisten GGA-Werkstatt inzwischen eine Fahrradwerkstatt eingerichtet, außerdem können dort jetzt auch Qualifizierungsmaßnahmen für das Hotel- und Gaststättengewerbe angeboten werden. Mehr als 470 Kooperationsbetriebe bieten im Verbund Praktika an.

In der Monheimer Werkstatt kann das "Aktivcenter" für ein weiteres Jahr fortgesetzt werden. "Die benachteiligten Jugendlichen, die entweder eine Ausbildung abgebrochen oder noch nicht angefangen haben, werden vom Jobcenter zugewiesen", erklärt Claudia Abendroth, die neu zum Team gestoßen ist. "Außer einer Orientierung fehlt es meist an Selbstwertgefühl." Über die handwerklichen Tätigkeiten entdecken sie brachliegende Fähigkeiten. Auch sollen sie an eine Tagesstruktur gewöhnt werden, so dass sie nicht nur verlässlich, sondern auch pünktlich erscheinen, erläutert Schreiner Detlev Kaiser. "Im Jahr 2014 haben wir knapp 60 Jugendliche betreut, die Hälfte konnten wir in Ausbildung , Beschäftigung oder schulische Weiterbildung vermitteln", so Feldmann.

Quelle: RP
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