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Hilden
K-Plus erweitert Hildener Krankenhaus

Hilden. Die Klinik bekommt ein zusätzliches Haus, die alten Gebäude werden saniert. Kosten insgesamt: 12 bis 15 Millionen Euro Von Gökçen Stenzel

Läuft alles wie geplant, ist das St. Josefs Krankenhaus schon im kommenden Jahr größer und moderner als zum jetzigen Zeitpunkt. Die K-Plus-Gruppe als Träger hat sich entschlossen, in Hilden zu investieren und möchte einen viergeschossigen Anbau errichten sowie die bestehenden Häuser zum Teil sanieren. Die Gesamtkosten liegen bei 12 bis 15 Millionen Euro, von denen K-Plus zwei Drittel übernehmen will. Das weitere Drittel soll über Baupauschalen beim Land NRW beantragt werden. Ziel ist es, den Service insgesamt und die Bedingungen für ambulante Operationen zu verbessern.

Das Krankenhaus hat derzeit 246 Betten in sechs Fachabteilungen und einer Belegabteilung. K-Plus zählt 8500 stationäre und 11 000 ambulante Patienten pro Jahr - und geht davon aus, dass gerade die Zahl der ambulanten OPs weiter steigt. Der katholische Träger, der derzeit auch eine Station des Haaner Krankenhauses saniert, hat schon vor 15 Jahren damit begonnen, Schwerpunkte zu setzen. In Hilden liegt er auf der Senologie: St. Josefs ist das Brustzentrum der Gruppe, während die Gefäßchirurgie in Haan sitzt und Solingen das Schlaganfall-Zentrum ist.

"Unser Vorteil bei allen ambulanten Operationen", sagt Ärztlicher Direktor Dr. Stephan Oehmen, "ist, dass wir als Krankenhaus aber auch immer die Möglichkeit bieten, nach einer OP auch auf Station zu bleiben." Immer mehr Menschen lebten beispielsweise allein und könnten deswegen gar nicht zu Hause nachbetreut werden.

"Wir wollen den Bau eines viergeschossigen Hauses auf einer derzeit freien Rasenfläche im Hof ausschreiben", sagt Wolfram Bannenberg, Geschäftsführer der K-Plus-Gruppe. "Es soll in Modulbauweise auf einem Fundament errichtet werden, von den anderen Häusern her zugänglich sein und neben OP- und Aufwachräumen eine moderne Cafeteria enthalten." Wesentlich mehr Betten wird es am Ende womöglich nicht geben, wenn die jetzigen Bettentrakte modernisiert sind, denn für die neuen Räume wird mehr Platz gebraucht werden: "Die Lage der Badezimmer ist heute nicht mehr Standard", erklärt Krankenhaus-Direktorin Monika Felkl, "die Patienten erwarten mehr Komfort an der Stelle." Außerdem will die Klinik den niedergelassenen Ärzten mehr Möglichkeiten für ambulante Operationen einräumen; die Konkurrenz in der Krankenhauslandschaft sei enorm.

Bis zum Juni will K-Plus einen Masterplan zur baulichen Entwicklung des Krankenhauses aufsetzen, die Ausschreibung soll zügig folgen. "Uns ist wichtig, dass die gesetzlichen Vorgaben für Operations- und Aufwachräume eingehalten werden und dass die Patienten während der Bauphase nicht gestört werden", sagt Bannenberg.

www.rp-online.de/hilden

Quelle: RP
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