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Hilden
Kabarettisten entern das Area 51

Hilden: Kabarettisten entern das Area 51
René Steinberg kommt mit „Irres ist festlich“. FOTO: Veranstalter
Hilden. Eva Eiselt, Nektarios Vlachopoulos, Markus Barth und René Steinberg geben sich in Hilden die Ehre.

Im Herbst beginnt im Jugendtreff Area 51 (Furtwänglerstraße 2b) die neue Kabarettsaison. Hier kommt schon einmal ein Vorgeschmack.

Am 21. September ist die Kölner Kabarettistin und Parodistin Eva Eiselt zu Gast. In den Herbstferien am 26. Oktober gibt sich Nektarios Vlachopoulos, Slampoet, Humorist und Gewinner des "Kabarett Kaktus 2016", die Ehre. Markus Barth nimmt es am 23. November mit allen Welterklärern und Meinungströtern auf. René Steinberg bietet am 15. Dezember ein Anti-Stress-Programm im Vorweihnachtstrubel.

Die Karten kosten im Vorverkauf jeweils 14 und an der Abendkasse 17 Euro. Für Schnäppchenjäger gibt es außerdem das kleine Abo mit zwei Veranstaltungen für 22 Euro und das All-Inklusive-Paket mit allen vier Auftritten für insgesamt 40 Euro. Der Vorverkauf läuft über die Ticketzentrale in der Stadtbücherei Hilden.

Es ist die erste Herbst-Kabarett-Saison im Club Area 51, die nicht mehr von Peter Brack und seinem Team "Nostromo" organisiert wird. Sie hatten dies jahrelang getan, doch die Stadt trennte sich von Brack.

Jetzt hat sein Team die Spielstätte für zwölf Termine mietfrei zur Verfügung, und hat bereits die Kabarett-Gala im Frühjahr verantwortet. Die Spielzeit, die nun in Rede steht, wird von Mitarbeitern der Stadtverwaltung organisiert.

"Vielleicht wird alles vielleichter - Eine Frau spielt sich um Kopf und Kragen" heißt das neue Programm der Kabarettistin Eva Eiselt. Es ist ein wahnwitziger Mix aus Kabarett, Theater und Parodie. Eva Eiselt stellt sich "vielsophischen" Lebensfragen (Wäre weniger viel nicht viel mehr?) und nascht vom Baum der Erkenntnis. Prompt wird sie mit einer Apfelallergie bestraft. "Zwischen deutscher Eiche und Selfie-Stange, zwischen Saunaaufguss und Kulturmanagement, zwischen Bankenkrise und Kinderspielplatz" bleibt kein Thema unberücksichtigt, versprechen die Veranstalter. Dafür schlüpft das Kölner Energiebündel in die unterschiedlichsten Figuren.

"Niemand weiß, wie man mich schreibt" hat Nektarios Vlachopouloss sein erstes Solo-Programm genannt. Er ist Slampoet und Humorist, ehemaliger Deutschlehrer mit griechischem Integrationshintergrund. 2011 gewann er das große Finale der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaft, 2012 die Rheinland-Pfälzische und 2015 die Baden-Württembergische Poetry Slam Meisterschaft. Seine Texte zeichnen sich durch Geschwindigkeit, Präzision und absurden Humor aus. Vlachopoulos ist Gewinner des Kabarett Kaktus 2016 und Förderpreisträger des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg 2017.

Lustig und schlau - für Markus Barth kein Widerspruch. Deshalb macht er in seinem neuen Stand-up-Programm "Sagt wer" das, was er am besten kann, lieb gewonnene Überzeugungen vom Sockel hauen. Macht noch mehr Konsum das Leben schöner oder nur voller? Muss ich zu jedem Thema eine Meinung haben und wenn ja, wie schnell? Wenn Computer uns wirklich die Arbeit abnehmen, warum machen wir dann nicht schon mittags Feierabend? Dabei wird schnell klar: Nichts bringt Welterklärer und Meinungströter so nachhaltig aus der Fassung, wie ein gut gelaunter Zweifler.

Lachen entspannt und hilft bei akutem Stress. Gerade in der Vorweihnachtszeit sollten es die Menschen deshalb viel öfter tun, findet René Steinberg. Mit seinem Weihnachtsprogramm "Irres ist festlich" verspricht der Satiriker eine kleine Auszeit von Geschenke-Marathon und Planungs-Wahnsinn. Sein Rezept gegen die Hektik: Sich gemeinsam über "die großen und kleinen weihnachtlichen Beklopptheiten" amüsieren. Dafür spricht René Steinberg aus eigener Erfahrung. Er führt die Zuschauer zurück zu den Wurzeln des Weihnachtsfestes. Statt Paybackpunkte stellt er "große Freude" in Aussicht. René Steinberg macht seit Jahrzehnten Programme fürs Radio, am bekanntesten ist wohl die Reihe "Die von der Leyens", die 2016 zu Ende ging.

(cis/gök)
 
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