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Hilden
Kabarettistin grübelt über Rollenklischees

Hilden. Die Theatermacherin Inka Meyer hat ein Problem, über das sie am Sonntag, 18. März, sprechen wird: Für die nächste Spielzeit wurde ihr das Shakespeare-Stück "Der Widerspenstigen Zähmung" zur Inszenierung aufgebrummt. Doch ist es überhaupt möglich, 40 Jahre, nachdem die ersten Frauen ihre BHs verbrannten, ein Stück mit derart mittelalterlichen Rollenbildern auf die Bühne zu bringen?

Die Aufgabe wird für Inka Meyer schnell zur Bestandsaufnahme: Wie geht es den Frauen, die Kinder haben und arbeiten? Die keine Kinder haben und arbeiten? Die Kinder haben und nicht arbeiten? Weib oder Weibchen? Gleichgestellt oder zurückgestellt? Powerfrau oder Übermutter? Und wo stecken eigentlich die Männer? Wo sie vor 50 Jahren auch steckten - im Büro? Drei Viertel aller Väter nehmen nur zwei Monate Elternzeit - parallel zur Elternzeit ihrer Frau. Wer kocht also den Bio-Möhrenpastinakenbrei? Vater, Mutter oder Alnatura?

Die Vorstellung beginnt um 17 Uhr in der Stadtbücherei Hilden, Nove-Mesto-Platz 3. Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Hilden. Eintrittskarten zur Veranstaltung sind zum Preis von acht Euro (vier Euro mit Itter-Pass) ab 3. Februar im Vorverkauf in der Stadtbücherei erhältlich. Telefonische Reservierungen sind ab dann auch unter 02103 72300 oder per Mail an stadtbuecherei@hilden.de möglich.

(arue)
 
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