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Hilden/Erkrath
Kahlschlag an den Straßenrändern

Hilden/Erkrath. Aktuell stehen bei Straßen.NRW die Gehölzarbeiten weit oben auf der Agenda.

Gemeinhin waren sie stets geschützt vor den Blicken der Vorbeifahrenden. Aber damit ist es aktuell vorbei für die Mitglieder der Alfred-Vissel-Anlage. Jedem, der dieser Tage die A3 an der Abfahrt Opladen verlässt, bieten sich ungewohnte Einblicke auf die Lauben der Opladener Kleingärtner. Denn der gewöhnlich dichte Sichtschutz aus Hecken und Bäumen ist weg. Übriggeblieben sind nur Stümpfe sowie säuberlich zum Abtransport gestapelte Stämme.

Wie dort ergeht es derzeit der straßenbegleitenden Vegetation in weiten Teilen des Landes. Denn bei Straßen NRW steht die Gehölzpflege an. Kaum ein Tag vergeht aktuell, ohne dass Autofahrer Männer in Warnwesten und mit überdimensionalen Häckslern beim Grünschnitt passieren. "Zum Ende der Fällzeit knubbelt es sich", sagt Laurenz Braunisch vom Landesbetrieb. Wurde gestern noch an der A 3 Höhe Mettmann gesägt, wird heute zum Beispiel in Burscheid die A1-Auffahrt in Richtung Köln gesperrt - in der Zeit von 8.30 bis 13.30 Uhr.

Am Dienstag ist es mit den Gehölzarbeiten von Straßen NRW indes vorbei. Denn am 1. März beginnt die Vegetationsphase, und damit haben nistende Vögel und Co. Vorrang. Ausnahmen gibt es für Form- und Pflegeschnitte; aber vor allem, wenn sich in der Zwischenzeit Gefahren ergeben, etwa durch Bäume, die ihre Standsicherheit verlieren und den Verkehr gefährden. In welchen Bereichen Bäume und Sträucher beschnitten werden, legen vorab Fachleute fest. Im Wesentlichen werden zwei Methoden angewendet. Zum einen die "selektive Bestandspflege", bei der neben dem Schnitt an den Straßenrändern im hinteren Bereich nur vereinzelt Bäume entfernt werden. Daher wird, zum anderen, auch weiterhin das "Auf-den-Stock-Setzen" praktiziert. Dabei werden sämtliche Gehölze wenige Zentimeter über dem Boden gekappt.

Das Resultat kommt - zumindest für den botanischen Laien - einem Kahlschlag gleich. Aber ein solcher Anblick sei nicht von langer Dauer. "In einigen Bereichen wird dies in regelmäßigen Intervallen praktiziert. Aber solche kahle Stellen sind spätestens nach zwei Jahren wieder zugewachsen und nicht wiederzuerkennen", ergänzt Braunisch.

(rz)
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