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Hilden
Kindernotdienst: KV weist Kritik ab

Hilden. Eltern und heimische Kinderärzte warnen vor Aus für Langenfelder Standort.

Die zum 1. April angekündigte Schließung des kinderärztlichen Notdiensts in Langenfeld erhitzt die Gemüter. Kritiker fühlen sich durch unseren gestrigen Bericht über die verzweifelte nächtliche Suche einer Hildener Familie nach einer ärztlichen Versorgung für ihr Kleinkind bestätigt. Als Obmann der Kinderärzte im Südkreis hatte der Langenfelder Holger Muscheid mit Blick auf diese Familie angemerkt, dass die Lage bald noch dramatischer werde. Denn nach den Plänen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein sollen im Kreis Mettmann nur noch zwei Notpraxen in Velbert und Ratingen zuständig sein und die Kinderärzte selbst den Notdienst im Südkreis nicht mehr anbieten können. KV-Sprecher Christopher Schneider wies auf Anfrage den Vorwurf einer Fehlplanung zurück. "Auch ohne Langenfeld beurteilen wir die Erreichbarkeit des kinderärztlichen Notdienstes im Kreis Mettmann als weiterhin überdurchschnittlich gut." Nach dem Beschluss der KV-Vertreterversammlung bilde der Kreis Mettmann mit Essen und Mülheim einen Notdienstbezirk. Für solch einen Bezirk seien zwei kinderärztliche Notfallpraxen vorgesehen. "Mit Ratingen, Velbert und Essen haben wir drei Standorte." Die Frage, warum nicht je eine Kinder-Notfallpraxis im Nordkreis und im Südkreis fortbestehen kann, ließ er unbeantwortet.

An Rudolf Henke, Chef der Ärztekammer Nordrhein, hatte sich die Haaner Bürgermeisterin Berrina Warnecke gewendet. Er ist nicht, wie berichtet, Präsident der KV.

(mei)
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