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Hilden
Kinderparlament sagt Hundehaufen den Kampf an

Hilden: Kinderparlament sagt Hundehaufen den Kampf an
Saskia (10) und Lenya (9, r.)protestierten mit anderen Kinderparlamentariern gegen Hundehaufen auf Wiesen und Spielplätzen. FOTO: Köhlen
Hilden. Ihnen stinkt' s gewaltig: Lenya, Saskia und all die anderen wollen saubere Spielplätze, Freiflächen und Wege.

Bald zwanzig Kinderparlamentarier haben sich vom schlechten Wetter nicht abschrecken lassen. Bereits zum zweiten Mal hieß es "Hundehaufen, Nein Danke". Bereits vor einer Woche hatte die Kinder bunte Plakate mit anschaulichen Motiven gemalt. Am Donnerstagnachmittag brachten sie diese mit zum Jugendtreff Weidenweg, wo sie am Spielplatz und der angrenzenden Wiese alle Stellen markierten, an denen die stinkenden Hinterlassenschaften lagen.

Dabei blieb es nicht: Die Neun- bis 13-Jährigen versuchten, Hundebesitzer anzusprechen und für den Gebrauch von Kotbeuteln zu werben. Das war allerdings nicht ganz einfach: Etliche Hundebesitzer zogen es vor, die Aktion missmutig aus der Ferne zu beobachten. Einige wenige, die dann auch bereitwillig ihre eigenen Kotbeutel vorzeigten, ließen sich auf ein Gespräch ein. Dann konnten sie etwa von Saskia (10) hören, wie blöd es sei, wenn man auf einer Party mit den neuen Schuhen in einen Haufen tritt. Oder von Lea (12), wie fies es im ganzen Klassenzimmer stinkt, wenn man morgens auf dem Schulweg in eine tierische Tretmine geraten ist.

Spontane Unterstützung kam schließlich aus der Nachbarschaft: Anwohnerin Anke Presuhn, selbst Besitzerin zweier Collies, bestärkte die Kinder in ihrer Aktion und erzählte, dass sie ihrerseits regelmäßig Hundehalter auf deren Fehlverhalten anspreche: "Es muss nicht sein, dass Hunde an einer Parkbank das Bein heben oder auf Wege und Wiesen Haufen machen. Aber wenn ich die dann anspreche, sagen leider viele: Das geht sie nichts an. Ich zahle Hundesteuer." - Das sei natürlich Unsinn, erklärt sie den Kindern: "Wenn man seinen Hund bei der Stadt anmeldet, wird man darüber belehrt, dass man die Hundehaufen beseitigen muss."

Das scheinen viele Herrchen und Frauchen zu verdrängen. Gut möglich, dass es in Hilden weitere Aktionstage geben wird.

(ilpl)
 
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