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Hilden
Kirche lässt "Hilden wärmt" wieder aufleben

Hilden. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde tritt die Nachfolge des Familienbüros Stellwerk an. Von Ilka Platzek

Große Erleichterung herrscht bei den Initiatoren der Strickaktion "Hilden wärmt", dem städtischen Familienbüro "Stellwerk": Ihre Aktion wird fortgeführt. Fünf Jahre lang hatten sich die Mitarbeiterinnen darum gekümmert, die Arbeit der Strickerinnen zu begleiten, Wolle anzunehmen und auszugeben, Gestricktes anzunehmen sowie Verkaufsveranstaltungen und Stricktermine anzubieten und schließlich den Verkauf der Handarbeiten zu organisieren. Der Erlös ging bisher immer an den Bildungsfonds, den das Stellwerk verwaltet. Aus ihm können Kinder und Jugendliche Geld für besondere Bedarfe erhalten. Nach einem Personalabbau im Jugendamt war all diese Arbeit nicht mehr zu schaffen. Die Aktion stand vor dem Aus.

Umso mehr freut sich Ulrich Brakemeier, stellvertretender Amtsleiter für Schule, Jugend und Sport, dass die Spendenaktion jetzt weitergeführt wird: "Das Stellwerk hat oft gute Ideen, aber irgendwann sind sie - wie Kinder, die heranwachsen - so groß, dass man sie laufen lassen muss." Gesten wurden symbolisch Gestricktes und Stricknadeln weitergereicht an die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Hilden.

Gemeindereferent Moritz Brockhaus hatte aus der Zeitung erfahren, dass "Hilden wärmt" eingestellt werden muss und brauchte die Gemeinde nicht lange überreden, die Spendenaktion weiterzuführen: "Wir sind eine kleine, alte Gemeinde und diese Aktion passt zu uns", erklärt er. Es gibt genug Gemeindemitglieder, die entweder halbtags arbeiten wie Martina Brockhaus oder schon in Rente sind, wie Hannelore Reinecke: "Wir haben einen großen Gemeindesaal an der Paul-Spindler-Straße 4. Dort kann man sich treffen und zusammen stricken", freut sich die Ältere der beiden. Der Stabwechsel geschieht nach und nach: Am Donnerstag, 27. Oktober (18 bis 20 Uhr) und am Samstag, 19. November (10 bis 16 Uhr) wird noch einmal im Stellwerk zusammen gestrickt. His Ende November wird dort auch noch die Wolle für die Strickerinnen ausgegeben. Ab Dezember werden die Aktivitäten ins Gemeindezentrum der Freikirche verlegt.

Diese hat sich auch eine Wette ausgedacht: "Es werden genug Strickwaren gespendet, um eine Strickkette vom Familienbüro bis zur Paul-Spindler-Straße zu bilden", erklärt der Gemeindereferent. Bürgermeisterin Birgit Alkenings wettet dagegen. Eingelöst wird diese Wette am Donnerstag, 17. November um 11 Uhr. Sollte Alkenings verlieren, wird sie an einem Tag den Verkauf der Strickwaren unterstützen. Den organisiert dann schon die Evangelisch-freikirchliche Gemeinde.

Ansprechpartner für Strickerinnen oder Wollspender ist ab sofort Moritz Brockhaus von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde

Quelle: RP
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