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Kreis Mettmann
Kirchenkreis besucht seine Partner im Kongo

Kreis Mettmann. Zwischen dem Kirchenkreis Düsseldorf-Mettmann und den Kirchenkreisen Longa und Dianga im Kongo besteht seit 1985 über die Vereinte Evangelische Mission (VEM) eine Partnerschaft. Vom 28. Januar bis zum 8. Februar werden Pfarrer Frank Wächtershäuser (Lintorf-Angermund) und Karin Pflug, Mitarbeiterin aus dem Kirchenkreis, zusammen mit John Wesley Kabango, dem Leiter der Afrika-Abteilung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM), in den Kongo reisen.

Die Partnerschaft wird getragen vom Freundeskreis Kongo, dem Pfarrer, haupt - und ehrenamtliche Mitarbeitende aus dem Kirchenkreis angehören. Die Reise, angestoßen durch die VEM, geschieht im Auftrag des synodalen Arbeitskreises Kongo und hat zwei Schwerpunkte: Zum einen die Teilnahme an einem Workshop der Partnerkirchenkreise zum Thema der Entwicklung im ländlichen Raum. Zum anderen der Besuch der Partner vor Ort und die Besichtigung der Gesundheitsstation in Longa.

Der Equateur gilt als die rückständigste Provinz des Kongo. Das liegt vor allem an seiner Abgeschiedenheit. Es fehlt zum Beispiel an Straßen, Strom, Internet, sauberem Wasser, medizinischer Versorgung und Arbeitsplätzen, um nur einiges zu nennen. Es fehlt aber auch an Erfahrungsaustausch. Es fehlt an Anstößen und Möglichkeiten, etwas zu ändern. Dabei gibt es durchaus Ressourcen. Es gibt fruchtbares Land, Wälder und Flüsse. "Eigentlich müsste niemand hungern. Doch man findet kaum eine entwickelte Landwirtschaft", heißt es beim Kirchenkreis, der etwa 50 Schulen unterstützt: "Alphabetisierung ist immer etwas Gutes." Was aber sollen die jungen Menschen mit ihren Schulabschlüssen anfangen, wenn es keine Arbeitsplätze gibt? Die meisten Menschen leben von der Selbstversorgung. Die könnte man weiterentwickeln: Wie lege ich einen Garten an? Wie stelle ich Ziegel für die Gebäude her? Wie backe ich Brot? Wie gewinne ich sauberes Trinkwasser? Solche Inhalte kommen auf dem Lehrplan der Schulen nicht vor. Sie könnten aber helfen, Menschen in ihrer Region eine Lebensperspektive zu geben.

"Am Anfang dachte ich, es fehle in der Zusammenarbeit an Geld", berichtet Pfarrer Wächtershäuser. "Dann dachte ich, es fehlt an geeigneten Mitteln, um etwas zu ändern. Transportmittel, Werkzeuge könnten weiterhelfen. Das ist alles nicht falsch. Doch im Moment denke ich: In den Herzen der Menschen muss eine Hoffnung aufkeimen, dass sich an ihrer Situation etwas ändern kann, und dass die Armut kein Schicksal ist, das ihnen von Gott auferlegt ist. Es muss ein Mut aufkeimen, um die Lähmung zu überwinden. Und dazu braucht es mehr als nur Geld."

Quelle: RP
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