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Hilden
Knappe Mehrheit für Tempo 30 nachts in Hilden

Hilden. Der Lärmaktionsplan ist beschlossene Sache - und mit ihm Tempo 30 auf bestimmten Straßen in der Nacht. Das brachte der Rat gestern mit knapper Mehrheit auf den Weg: 22 Ratsmitglieder stimmten mit Ja, 19 mit Nein.

Letztere nicht, weil sie den Anwohnern den Lärmschutz nicht gönnen, sondern weil sie nicht an die Durchsetzbarkeit glauben. Denn mehr Kontrollen wird es kaum geben, und eine technische Umstellung der Ampeln haben alle einmütig abgelehnt. Sie hätte 80.000 Euro gekostet "und ist nicht nötig, denn Tempo 30 funktioniert auch so", wie Kevin Buchner berichtete. Der SPD-Ratsherr hatte eine nächtliche Testfahrt unternommen und war zu diesem Schluss gekommen - was auch zu harscher Kritik geführt hat: Die Allianz sprach von einer "absurden Maßnahme". Die Entscheidung des Stadtrats bedeutet, dass die Einfall-straßen Eller- und Gerresheimer Straße sowie Hochdahler und Richrather Straße zwischen 22 und 6 Uhr mit Tempo 30 befahren werden sollen. Während die Grünen an die "Einsicht" der Fahrer glauben, hält die CDU an Tempo 50 fest und 30 für insgesamt unnötig. FDP und AfD sprachen sich deutlich gegen die Temporeduzierung aus: "Das findet keine Akzeptanz in der Bevölkerung und ist zudem nicht kontrollierbar", so Rudi Joseph von den Liberalen. "Wir machen uns ja lächerlich."

Dass Tempo 30 nur nachts eingeführt werden kann, liegt an den Einsprüchen von Straßen NRW und Rheinbahn: Sie hatten 30 km/h tagsüber rundheraus abgelehnt.

(gök)
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