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Kreis Mettmann
Kreis-Mitarbeiter soll Geld veruntreut haben

Kreis Mettmann. Die Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt gegen einen Mitarbeiter der Kreisverwaltung Mettmann. Wie Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert gestern auf Anfrage mitteilte, habe der Mann, der in der Verwaltung des Kreises arbeitete, Aufträge an Firmen erteilen dürfen. Ihm wird nun vorgeworfen, diese Aufträge an Firmen von Familienangehörigen übergeben zu haben. Offenbar hätten aber diese Firmen die Leistungen nicht erbracht, das Geld sei aber dennoch an sie überwiesen worden.

Wie Baumert weiter mitteilte, sei dem Mitarbeiter der Kreisverwaltung mittlerweile gekündigt worden. Man habe sich arbeitsrechtlich geeinigt. Baumert hat sich in den vergangenen Wochen mehrere richterliche Beschlüsse besorgt und die Wohnung des Mannes und der Firmen durchsuchen lassen. "Wir werten derzeit aus", sagte der Oberstaatsanwalt gestern. Sollte sich der Anfangsverdacht des Betruges erhärten und der Schaden, wie vermutet, im sechsstelligen Bereich liegen, dann drohen dem Mann entweder eine hohe Geld- oder eine Freiheitsstrafe, die außerhalb des Bewährungsrahmens liegen könne.

Wegen des laufenden Verfahrens bittet die Kreisverwaltung um Verständnis, dass derzeit keine weiteren Auskünfte möglich sind. Es handelt sich nicht um einen Einzelfall. So wurden zwei Mitarbeiter der Stadt Erkrath 2008 wegen Bestechlichkeit und Urkundenfälschung zu Bewährungsstrafen verurteilt.

(cz)
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