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Hilden
Krimi im Wilhelm-Fabry-Museum: War es Mord?

Hilden: Krimi im Wilhelm-Fabry-Museum: War es Mord?
Die Adelige Amalie von Weißhaar (rechts) sieht grässlich aus. Die Nachwuchskriminalisten checken die Beweislage. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Bereits zum achten Mal haben junge Forscher am Fabry-Museum einen fiktiven Kriminalfall gelöst. Eine Woche lang wurden Indizien gesammelt, Zeugen verhört, Spuren analysiert, der Hauptverdächtige in die Mangel genommen.

Das Gute vorweg: Kinderarzt Dr.Gottfried Arnold ist kein Mörder. Nahezu eine Woche lang hatte er unter dem dringenden Tatverdacht gestanden, die Adelige Amalie von Weißhaar vergiftet zu haben. 15 junge Forscher hatten die aus Pappmaschee gefertigte Dame ermordet an ihrem Schreibtisch vorgefunden, grässlich gräulich ist ihre Hautfarbe, die Perücke mit den gelblichen Zöpfen leicht verrutscht.

Für die 15 jungen Kriminalisten ist das zweitrangig, was zählt, ist die erste Bestandsaufnahme. "Was wir vorfanden, war ein vertrockneter Stauch mit Naturkräutern und Blumen und eine Geburtstagskarte, die das Opfer anscheinend verschicken wollte. Darin warnt sie ihre Freundin mit dem Anfangsbuchstaben C davor, dass ihr Ehemann sie anscheinend vergiften will", fasst Josephine zusammen. Die jungen Forscher gehen den Spuren nach, suchen in der Natur nach der Herkunft der Pflanzen und finden dort weitere Hinweise in Geheimschrift.

Gemeinsam mit Dr. Roswitha Dickenscheid-Simon denkt sich der pensionierte Chemiker Dr. Walther Enßlin die Fälle aus, die in den Sommerfreien von Kindern gelöst werden. Ein Abenteuer, bei dem sich Fiktion und Realität vermischen. Lukas ist bereits zum zweiten Mal an der Lösung eines Kriminalfalls beteiligt. "Wir haben Wasserproben aus der Itter entnommen und auf ihre Belastung hin in Testverfahren analysiert."

Die Ergebnisse entsprechen dem, was eine Bestandserhebung des Landesumweltministeriums herausgefunden hatte: Der ökologische Zustand der Itter ist schlecht. Gottfried Arnold macht sich verdächtig. Er sammelt giftige Pflanzen wie die Herkulesstaude. Und seine Frau heißt Christine. Als der Hauptverdächtige auch zum Schluss der Vernehmung mit den Worten "Ich war es nicht, da könnt ihr Gift drauf nehmen" seine Unschuld beteuert, wenden die Nachwuchskriminalisten fragwürde Vernehmungsmethoden an. Zeit für Enßlin, dazwischenzugehen.

"Kann es nicht auch sein, dass das Opfer von sich aus das Labor von Arnold aufgesucht hat und dann, weil es Durst hatte, vergiftetes Wasser getrunken hat?" Die Kinder sind verwirrt. So haben Sie sich das Ende eines Kriminalfalls nicht vorgestellt. Aber auch Dickenscheid-Simon stimmt ihrem Kollegen zu. Anton ist sichtlich enttäuscht und auch Tobias und Kolja sind vom doch überraschenden Ende nicht angetan. Sie sind sich einig: "Wir wollten aber eigentlich einen Mord aufdecken."

(dani)
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