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Hilden
Künstler wollen für Area 51 spenden

Hilden: Künstler wollen für Area 51 spenden
Kabarettist Jens Neutag (im Bild) und seine Kollegen bieten Bürgermeisterin Birgit Alkenings an, jedes Jahr eine große Benefiz-Gala zugunsten von Nostromo auf die Beine zu stellen. FOTO: Hertgen
Hilden. Die Stadt Hilden hat nach bald 20 Jahren den Vertrag mit dem Verein Nostromo gekündigt, um 4800 Euro zu sparen. Viele finden das falsch.

Jens Neutag

"Wir möchten nicht als maulende Satire-Rentner erscheinen, die aus dem Scheinwerferlicht trotzig den Wegfall ihres Seniorenspielplatzes anprangern, sondern machen Ihnen, Frau Bürgermeisterin Birgit Alkenings, hiermit ein wirklich ernst gemeintes Angebot. Wir, die Kabarettbühnenschaffenden Anny Hartmann, Martin Maier-Bode, Jens Neutag, Thilo Seibel und Sabine Wiegand erklären uns bereit, einen Teil des fehlenden Betrages von 4800 Euro über eine Benefizveranstaltung einzuspielen. Wir bieten Ihnen an, alle zusammen einmal im Jahr unentgeltlich eine große Benefiz-Gala zugunsten von Nostromo e.V. zu spielen. Eine große Kabarettgala, zu der wir, wenn nötig, auch gerne noch Kollegen mitbringen. Darüber würden wir verlässlich jährlich 1000 Euro einspielen und somit 20 Prozent des fehlenden Etats sichern. Wenn Sie im Gegenzug über Ihren Etat oder einen Sponsor 3800 Euro dazu geben, ist die Zukunft des Vereins gesichert. Damit bliebe in Hilden eine Kulturstätte in seinem jetzigen Geist erhalten und die Stadt bekommt kostenfrei eine der größten Kabarettsausen in ganz NRW. Darüber hinaus hätten wir nur zwei Bedingungen:

1. Eine Planungssicherheit über 10 Jahre an den Verein Nostromo e.V., auf die wir bei der 10. Hildener Kabarett-Gala im Jahre 2027 im Area 51 gerne persönlich mit Ihnen anstoßen.

2. Zu jeder Veranstaltung einen von Peter Brack persönlich zubereiteten Möhreneintopf.

Abschließend weisen wir darauf hin, dass dieses Angebot in völliger Eigeninitiative der Bühnenschaffenden entstanden ist. Wir erfüllen damit keine Bitte einer der Beteiligten, sondern möchten uns aus freien Stücken an dem Erhalt der Vereinsarbeit beteiligen. Deuten Sie es gerne als Wertschätzung der bisherigen Arbeit von Nostromo e.V. Wir stehen Ihnen jederzeit zu einem Gespräch zur Verfügung und würden uns freuen von Ihnen zu hören."

Christa Hahne

"Frau Alkenings, überdenken Sie Ihre Entscheidung. Dass was Peter Brack macht, kriegt kein anderer für das Geld hin. Wir gehen seit Jahren zu den Kabarett-Veranstaltungen ins Area 51 und sind immer wieder begeistert von dem guten Programm und der Betreuung durch Herrn Brack. Es gibt auch in den Zwar-Gruppen Freunde des Area 51. Sie sehen, Frau Alkenings, es sind nicht nur Punks im Area. Übrigens fand ich Ihren Ausspruch: "Und falls die Punk-Bands und damit deren Fans wegbleiben sollten, dann kommen neue Leute und das ist auch okay" in diesem Zusammenhang völlig fehl am Platze."

Gabriele Meurer-Peters

"Als Neubürger ( 2005 von Düsseldorf nach Hilden gezogen), war ich sehr beeindruckt von den breitgefächerten Kulturangeboten hier in Hilden. Begeistert habe ich meinen Freunden - auch in Düsseldorf - von diesen und im Besonderen vom Angebot im Area 51 erzählt. Mein Sohn hat seine Freunde in die Punk- Konzerte geschleppt und wir die unseren in die großartigen Kabarettangebote. Allen fiel die herzliche und persönliche Atmosphäre bei den Veranstaltungen auf. Und auf die interessanten Süppchen haben wir uns sehr gefreut. Dass das ganze "Nostromo" derart günstig finanziert wurde, haben wir nicht gewusst und sind jetzt von dem Einsatz Peter Bracks und seinen Mitarbeitern noch beeindruckter. Das eine "Bunte Stadt" einen solchen "Stern" streichen lassen soll, ist für uns unfassbar! Was müssen das für Menschen sein, die solche Entscheidungen fällen. Herz gegen Geld. Schade, Hilden!"

Online-Nutzer "jiry 53"

"Was macht Frau Alkenings eigentlich beruflich? Glaubt irgend jemand wirklich, eine Person, die sowieso bei der Stadt beschäftigt ist kann diese Aufgabe kompetent erledigen? Kompetenz wäre dringend notwendig - auch an anderer Stelle scheinbar. 4800 Euro könnten gegebenenfalls gespart werden. Ein Witz, wenn man bedenkt, dass 13 Millionen Euro nicht vom Land für die Flüchtlingsbetreuung eingefordert werden. Sozial und im Interesse der Gemeinde ist das meiner Meinung nach nicht."

Quelle: RP
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