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Hilden
Künstlerin bringt Alchemie nach Hilden

Hilden. Am Sonntag eröffnet Yvonne van Acht die Ausstellung "Die Hüter des Siebensterns" im Gewerbepark-Süd Von Dirk Neubauer

Der Kunstraum im Gewerbepark-Süd ist ein Ort für Mut, für Mutige, fürs Mutmachen und Mut haben. Letzteres treibt Monika Doerr, die Leiterin des Kulturamtes. "Die Hüter des Siebensterns" heißt die dort ab Sonntag, 25. Oktober, und bis zum 22. November zu zeigende Wort-Bild-Marke der Künstlerin Yvonne van Acht.

Sie verbindet eine mystische Roman-Trilogie über die Selbstfindung des Helden mit großen Zeichnungen, teilweise auf den Original-Seiten des Romans. Zur Eröffnung am Sonntag wird die zeichnende Schriftstellerin (oder schreibende Zeichnerin) aus dem ersten der drei Romanbände lesen, während gleichzeitig die Bilder aus dem Roman den Blick und die Gedanken gefangen nehmen.

Es wird - so viel ist jetzt schon sicher - eine Vernissage, die Balsam für all jene ist, denen es in der heutigen Welt zu rational, zu kühl, zu berechnend zugeht. Denn mit "Die Hüter des Siebensterns" taucht Yvonne van Acht tief ein in die Legenden um Tempelritter und Druiden, um die Geheimnisse der Alchemie und die der Menschwerdung. Darauf muss man sich schon einlassen wollen, um die Ausstellung zu genießen. Spannend ist es, klar. Das Gesamtkunstwerk aus Roman-Trilogie und Zeichnungen hat den Anspruch der Sinn-Stiftung hinter all dem, was uns täglich auf Trab hält, verwirrt und umtreibt. Das Buch erzählt von einem Helden, Jonas Singer, 16 Jahre alt. Er bekommt die Aufzeichnungen seiner verstorbenen Mutter, die ihn zu dem Geheimbund "Die Hüter des Siebensterns" führen. Und schon ist er drin - im Reich der Seelen, der "Anders-Welt", den vielen Mysterien. Schritt für Schritt erkennt Jonas, dass er eine alte Seele ist, die wiedergeboren wurden, um eine besondere Aufgabe zu lösen: "Du musst ganz durch dich selbst hindurchgehen, wenn du verstehen willst, wer du bist und was du wirklich tun willst."

Dazu gibt es eine Auswahl von 44 der insgesamt 260 Zeichnungen, die Yvonne van Acht zu den Themen der Trilogie angefertigt hat. "Eine Zeichnung verbirgt nichts. Sie ist einfach ehrlich", sagt die Künstlerin, die gerade mit dem Lektor um die Sätze des zweiten Romans ringt. Am Sonntag wird ihr der Kunsthistoriker Frank Schablewski zur Seite stehen. Ob das gut ist, wird sich erweisen. Denn sein perlender Vortrag ist eine eigene Kunstform, die manchmal nicht mehr erklärt, sondern sich zwischen die Gäste und die Künstlerin schiebt.

Quelle: RP
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