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Kreis Mettmann
LEG-Report: Der Kreis Mettmann ist für Mieter ein teures Pflaster

Kreis Mettmann. Im Kreis Mettmann verlangten die Vermieter zwischen April 2015 und März 2016 bei einer Neuanmietung einer Wohnung im Schnitt eine Kaltmiete von 7,24 Euro pro Quadratmeter und Monat. Das waren 1,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und bedeutete Rang 5 unter allen 42 Landkreisen Nordrhein-Westfalens. Von Christoph Schmidt

Unverändert blieb die durchschnittliche Angebotsmiete jeweils im günstigsten und teuersten Zehntel der Wohnungen: Haushalte mit schmalem Budget mussten 5 Euro pro Quadratmeter und Monat einplanen, Mietinteressenten mit gehobenen Ansprüchen wurden hochpreisige Wohnungen für durchschnittlich 10 Euro angeboten.

Zum Vergleich: Die durchschnittliche Angebotsmiete in Nordrhein-Westfalen stieg um 2,1 Prozent auf 6,38 Euro pro Quadratmeter und Monat, das preiswerte Segment erreichte mit einem Plus von 1,6 Prozent 4,44 Euro und Hochpreisiges legte um 3,8 Prozent auf 11,98 Euro pro Quadratmeter zu.

Das ergab der LEG-Wohnungsmarktreport NRW 2016, eine Untersuchung der Wohnungsmärkte aller 864 Postleitzahlgebiete Nordrhein-Westfalens, die seit 2010 zum sechsten Mal im Auftrag des Wohnungsunternehmens LEG in Kooperation mit dem Immobilienberatungsunternehmen CBRE durchgeführt wurde. Im Kreis Mettmann wurden im Untersuchungszeitraum mehr als 7.200 Mietangebote erfasst und ausgewertet. Teile von Ratingen erreichten bei den mittleren Angebotsmieten innerhalb des Kreises Mettmann den Spitzenwert. 8,30 Euro pro Quadratmeter wurden in Ratingen-Hösel, Eggerscheidt, Breitscheid, Lintorf und Homberg durchschnittlich verlangt. Mittlere Plätze beim Mietniveau belegten die Städte Hilden, Haan, Erkrath und die Kreisstadt Mettmann mit Werten zwischen 7,14 und 7,93 Euro pro Quadratmeter. Die Schlusslichter in der Miettabelle des Kreises lagen mit Ausnahme von Monheim allesamt im Nordosten des Kreises: Wülfrath, Heiligenhaus und Velbert mit 5,80 bis 6,66 Euro pro Quadratmeter. Die teuersten Wohnungen innerhalb des Kreises wurden ebenfalls im Nordosten von Ratingen mit 11,50 Euro pro Quadratmeter angeboten, die günstigsten gab es in Velbert mit rund 4,30 Euro pro Quadratmeter.

Der durchschnittliche Anteil, den die Mieter im Kreis Mettmann von ihrer Haushaltskaufkraft für die Warmmiete aufbringen mussten, ist von 18,8 Prozent im Vorjahr auf 18,2 Prozent gesunken. Das entsprach genau dem Landesdurchschnitt. Die vergleichsweise hohen Mieten wurden durch die hohe Haushaltskaufkraft von 4229 Euro (NRW: 3752 Euro) ebenso kompensiert wie die mit durchschnittlich 72,7 Quadratmetern größeren Wohnungen (NRW: 70 Quadratmeter). Eine Ausnahmestellung hatte bei der Wohnkostenbelastung erneut der Nordosten Ratingens mit der kreisweit niedrigsten Wohnkostenquote von 15,7 Prozent. Die sehr hohe Kaufkraft von 6.343 Euro glich hier nicht nur die innerhalb des Kreises höchsten Mieten aus, sondern auch die mit über 85 Quadratmetern größte durchschnittliche Fläche der angebotenen Wohnungen.

Am höchsten war unter allen Teilmärkten des Kreises Mettmann die Wohnkostenbelastung der Haushalte im Hildener Postleitzahlgebiet 40721. Dort trafen mit rund 78 Quadratmetern recht große Wohnungen, hohe Mieten von im Mittel 7,76 Euro pro Quadratmeter und eine mit 3846 Euro für Kreisverhältnisse vergleichsweise niedrige Kaufkraft zusammen und ergaben eine Wohnkostenquote von 22,5 Prozent.

Der Neubau hat sich belebt und erreichte 2014 die Zahl von 908 Fertigstellungen. Gemessen am Bestand ist die Quote mit 3,7 neuen Wohnungen auf 1000 bereits existierende dennoch gering. Für 1196 Wohnungen wurde immerhin im selben Jahr der Bau genehmigt.

Quelle: RP
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