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Hilden
Licht-Installation im Tunnel ist kaputt

Hilden: Licht-Installation im Tunnel ist kaputt
Bei der Neueröffnung Ende Juni 2009 gab es viel Lob für den neu gestalteten Fußgängertunnel im Bahnhof Hilden zu den Gleisen. Dafür hatte die Stadt Hilden tief in die eigene Tasche gegriffen. Die Deutsche Bahn hatte angeblich kein Geld für eine Modernisierung. FOTO: Anja Tinter
Hilden. "Wir versuchen das Problem gemeinsam mit der Firma Swarco zu lösen", verspricht Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann. Von Christoph Schmidt

Wer durch den Fußgängertunnel zu den Gleisen im Hildener Bahnhof geht, hat den Eindruck, auf einem Waldweg aus Licht zu gehen. Dafür sorgt eine wechselnde Beleuchtung hinter gläsernen Seitenwänden. "Das war immer schön anzusehen", berichtet Michael Krusius: "Das ist vorbei. Seit längerer Zeit ist der Durchgang dunkel und düster. Auch in den Abendstunden geht man mit Unbehagen durch die Unterführung."

Der Stadt Hilden ist das Problem bekannt, sagt Tiefbauamtsleiter Harald Mittmann: "Die Firma Swarco (die im Auftrag der Stadt die Straßenbeleuchtung betreibt) hat einen Defekt im Verteiler festgestellt und behoben. Danach funktionierte die Lichtinstallation wieder. Kurz darauf bekamen wir allerdings erneut die Meldung, dass alles dunkel sei." Die Techniker seien erneut ausgerückt, hätten aber keinen Fehler finden können: "Auch die Leuchtstoffröhren wurden überprüft. Sie sind alle funktionstüchtig." Mittmann will sich das Problem jetzt gemeinsam mit den Fachleuten vom Reparaturtrupp vor Ort persönlich untersuchen. Die Deckenbeleuchtung des Fußgängertunnels sei intakt. Deshalb stehen die Fahrgäste im Tunnel nicht ganz im Dunklen.

Der Fußgängertunnel gehört der Deutschen Bahn, für die Renovierung und die Wartung kommt jedoch die Stadt Hilden auf. Die Kommune hatte den Durchgang 2009 auf Beschluss des Stadtrates für rund 363.000 Euro aufwendig auf eigene Kosten saniert. Es mache keinen Sinn, rund 3,3 Millionen Euro für die Sanierung des denkmalgeschützten Bahnhofsgebäudes aufzuwenden - und die Fahrgäste dann durch einen dunkeln, angstmachenden und nach Urin stinkenden Tunnel zu den Gleisen zu schicken. Die Deutsche Bahn hatte eine Renovierung des Durchgangs strikt abgelehnt. Begründung: Es gebe viele Bahnhöfe, die noch schlimmer aussähen als der Hildener Bahnhof. Deshalb sprang wohl oder übel die Kommune in die Bresche - und rollte den Fahrgästen der Deutschen Bahn am Hildener Bahnhof im doppelten Wortsinn für stolze 363.000 Euro einen roten Teppich (das ist die Farbe des Bodenbelags) aus. Der künstliche Waldweg aus Licht wurde von einem Elektro-Büro geplant und kam bei seiner Einweihung bei den Hildenern gut an. "Sehr schön, kein Vergleich zu dem früheren Dreckloch", war man sich einig. Die Seitenwände des Fußgängertunnels sind mit Glas verkleidet. So lassen sich Graffiti leichter entfernen.

Damit der Fußgängertunnel möglichst lange schön bleibt, wird er von Kameras überwacht: zwei sind im Tunnel, zwei auf dem Bahnsteig und vier am und im Bahnhofsgebäude. Auch das hat die Stadt Hilden aus eigener Tasche bezahlt. Kontrolliert wird der Bahnhof von der Überwachungszentrale der Deutschen Bahn in Düsseldorf. Dort laufen die Bilder aus Hilden auf.

Quelle: RP
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