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Hilden
Lindenstraße: Start frei für Eigenheime

Hilden. In diesem Jahr will die WGH die ersten sieben Reihenhäuser auf dem ehemaligen Schweitzer-Gelände vermarkten. Von Christoph Schmidt

Sieben ist eine ganz besondere Zahl. Laut Bibel hat Gott Himmel und Erde in sieben Tagen erschaffen. Deshalb hat unsere Woche bis heute sieben Tage. Im Altertum gab es sieben Weltwunder. Und in Grimms Märchen "Schneewittchen" geht es um sieben Zwerge hinter sieben Bergen.

Auch für das größte kommunale Bauprojekt Hildens hat die Sieben eine besondere Bedeutung. Gut sieben Jahre lang wurde über die Bebauung des Geländes der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule diskutiert und gestritten. Bis zu 125 Wohnungen sollen hier nach und nach entstehen. Doch immer wieder gab es Probleme und Verzögerungen. Erst wurde die alte Schule als Notunterkunft für Asylsuchende gebraucht. Dann wollte kaum jemand die sieben geplanten Reihenhäuser an der Lindenstraße haben, weil das nur in einer Bauherrengemeinschaft ging. Deshalb übertrug der Stadtrat die Grundstücke an die städtische Wohnungsbaugesellschaft WGH. Sie sollte bauen und die sieben Reihenhäuser vermarkten. Deren Geschäftsführer Andre von Kielpinski-Manteuffel fing bei Null an. Er musste zunächst einen Architekten finden, der einen Entwurf liefert - der auch dem WGH-Aufsichtsrat (besetzt mit Ratsmitgliedern) gefiel. Und dann einen Generalunternehmer, der das Ganze gut und günstig errichtet.

"Wir hoffen in der ersten Hälfte 2018 mit dem Bau beginnen zu können", sagt Manteuffel: "Der Bauantrag ist eingereicht." Die Firma Rotterdam aus Langenfeld sei mit der Planung beauftragt worden. Das Vorhaben sei gut für Hilden, sagte Bürgermeisterin Birgit Alkenings beim Richtfest - und das gleich doppelt: "Weil jemand auf diesem schwierigen Grundstück gebaut hat und weil es Sozialwohnungen sind." Einen Generalunternehmer für die sieben Reihenhäuser gebe es noch nicht, sagt der WGH-Geschäftsführer. Aber er sei guter Dinge, diesen bald präsentieren zu können. Davon hänge auch der Verkaufspreis der Eigenheime ab. "Wir möchten, dass ein Unternehmen alle sieben Reihenhäuser errichtet - wegen des Mengenrabatts." Der Stadtrat hat festgelegt, dass die Reihenhäuser nur Hildener erwerben dürfen. Es gibt einen Kriterienkatalog mit einem Punktesystem. Die Vermarktung soll 2018 beginnen - sobald alle relevanten Verträge unterschrieben sind. Beim Start des Projekts hatten sich mehr als 120 junge Familien auf eine Interessentenliste setzen lassen. Aber das war vor sieben Jahren. Manteuffel ist trotzdem optimistisch: "Wir haben schon eine Vielzahl von Anfragen und sind sicher, dass die Objekte Interessenten finden werden."

Quelle: RP
 
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