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Kreis Mettmann
Marke Neanderland auf digitalen Kanälen

Kreis Mettmann: Marke Neanderland auf digitalen Kanälen
Kreis Mettmann. Der Tourismus im Kreis Mettmann wird immer stärker über soziale Netzwerke, Blogs und Themenforen vermarktet. Von Valeska von Dolega

Kaum ein Arbeitsplatz, der ohne moderne Informations- und Kommunikationstechnologien auskommt, kaum ein Haushalt, der nicht über Smartphones und Computer verfügt. Modernes Leben ist digitales Leben. Und auch die Marke Neanderland soll dank dieser Modernisierung weiter vorangebracht werden.

"Social Media und Blogger Relations nehmen auch im Tourismusmarketing einen immer größeren Stellenwert neben den klassischen Vermarktungsstrategien ein", weiß Julia Wachten, Projektkoordinatorin im Team Tourismus und damit mitverantwortlich für die noch so junge Marke Neanderland. Seit 2012 treffen sich "Akteure, die im Tourismus aktiv sind" meist im Frühjahr und Herbst.

Mal geht es wie bei der Veranstaltung im April dieses Jahres auf Gut Höhne um Servicemanagement. Jetzt diskutierten die Netzwerker im Heiligenhauser "Kult-Kaffee" über die Möglichkeiten qualitativ hochwertiger, sicherer und passgenauer digitalisierter Dienstleistungen. Schließlich sind die gefragter denn je, "viele haben noch Berührungsängste", resümiert Julia Wachten.

Viel Ängste aber konnte Janett Schindler nehmen. Sie ist Bloggerin, betreibt ein erfolgreiches Magazin und referierte aus der Praxis. Gemeinsam mit den Akteuren wurde anschließend über Möglichkeiten und Chancen zur eigenen individuellen Vermarktung im Netz gesprochen. Weitere Diskussionspunkte waren neben Kosten und rechtlichen Fragen natürlich auch der Umgang mit kritischen Einträgen in einem Blog. "Lieber mitreden, als dass nur über einen geredet wird", lautete hier der Tipp der Fachfrau.

"Das hat offensichtlich gut gefallen. Die Teilnehmer haben alle interessiert zugehört", erinnert sich Anna Hollstegge. Als Referentin Dienstleistungen und Gesundheitswirtschaft neu im Team der IHK Düsseldorf, nahm sie zum ersten Mal an einem solchen Netzwerktreffen der Neandertaler teil. "Nur auf Informationsbroschüren in gedruckter Form zu setzen, ist passé", weiß sie. Um eigene Produkte und Dienstleistungen weiterentwickeln zu können, ist dieses "Im vertrauten Kreis voneinander lernen" gut. "Teilnehmer solcher Netzwerke sehen sich offensichtlich nicht als Konkurrenten, sondern als Verbündete im selben Boot." Und weil die IHK für ihre Mitglieder das Potenzial dieses engmaschigen Netzwerks erkennt, wird es das Team Neanderland auch ohne die bisher existenten Fördertöpfe weiter unterstützen. "Die Marke Neanderland ist ein Alleinstellungsmerkmal", von dem Betriebe, Einrichtungen, Veranstalter, Kulturanbieter, Hoteliers und Gastronomen profitieren. Dem Vernehmen nach wird im kommenden Frühling die Millionengrenze in Sachen Übernachtungszahlen geknackt. Das Neanderland ist also ein ernstzunehmender Wirtschaftsfaktor. Und viele sind der in der weit zu fassenden Tourismusbranche nicht bloß Akteure, sondern eben auch potenzielle Arbeitgeber, wie Anna Hollstegge sagt. Als solcher sollte man für Bewerber attraktiv sein und könne junge Facharbeiter gewinnen, die Kanäle, auf denen sich diese jungen Leute informieren, für sich nutzen. Wie man Werbung in eigener Sache macht, zeigen zum Beispiel Alexandra und Uwe Liebergall mit ihrer betriebseigenen Homepage. In ihrer Heiligenhauser Kaffeerösterei am Alten Bahnhof unweit des Panoramaradwegs fand das Netzwerkertreffen statt. "Eigentlich haben wir bloß die Räume zur Verfügung gestellt", sagt Alexandra Liebergall. Uneigentlich aber war der Erfahrungsaustausch "so interessant und ist auch zukünftig wichtig, dass wir weiter teilnehmen wollen."

Der nächste Termin wird im kommenden Frühjahr sein. Wann genau und zu welchem Thema, steht auf www.neanderland.de.

Quelle: RP
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