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Kreis Mettmann
Mehr Kinder mit Vollrausch in Klinik

Kreis Mettmann. Im Kreis Mettmann hat die Zahl um 17,7 Prozent zugenommen.

Laut aktuellen Daten des Statistischen Landesamts NRW mussten im Kreis Mettmann während des Jahres 2014 insgesamt 113 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis unter 20 Jahren wegen einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus behandelt werden - 17,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im ganzen Land dagegen sank die Zahl um 2,8 Prozent.

"Die Zahl der Jungen, die wegen einer Alkoholvergiftung behandelt werden mussten, stieg um 18,5 Prozent von 54 auf 64, die der Mädchen um 16,7 Prozent von 42 auf 49", so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic, die die Erhebung gemacht hat. "Und man darf dabei nicht vergessen, das ist nur die Spitze des Eisbergs. Bei weitem nicht alle Kinder und Jugendliche mit einem Vollrausch landen auch im Krankenhaus, die Dunkelziffer ist entsprechend hoch", so Lobscheid.

Warum die Zahlen im Kreis gestiegen sind, kann man nicht genau sagen. "Sicherlich liegt es aber auch daran, dass für viele Jugendliche Alkohol einfach immer noch zum Feiern dazu gehört, sie gleichzeitig aber keine Erfahrung im Umgang damit haben. Außerdem sind die alkoholischen Mixgetränke immer noch sehr beliebt, bei denen man den Alkohol nicht schmeckt, deren Wirkung aber sehr schnell einsetzt", so Lobscheid. Die Mixgetränke werden inzwischen weniger beworben.

Immerhin gibt es auch positive Entwicklungen, wie eine Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zeigt: Jugendliche sind heute im Schnitt 14,8 Jahre alt, wenn sie ihr erstes Glas Alkohol trinken. Im Jahr 2004 lag das Durchschnittsalter noch bei 14,1 Jahren. Und: 33 Prozent der Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren haben noch nie Alkohol getrunken.

Quelle: RP
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